17 November 2015

fast weniger als 5 Stunden Schlaf übrig, und alles was ich tue, ist in den Sternenhimmel starren, der von Zeit zu Zeit immer schummriger wird, je mehr Tränen sich in meinen Augen sammeln.
Wo führt das alles hin? Mein Magen dreht sich, mein Kopf ist vollgestopft mit Gedanken und Sorgen, das Gefühl von Leere breitet sich unweigerlich in mir aus. 
Schon wieder liege ich hier, habe es den ganzen Tag über geschafft, mir Mut zuzureden und positiv zu denken, doch jetzt kann ich nichts Anderes als weinen.
Ich habe das Gefühl als müsste ich mich gleich übergeben, und frage mich ob das Grund meiner Angst vor der momentanen Weltsituation ist oder bloß ein weiteres Krankheitsanzeichen. Alles dreht sich wieder, der Wind rauscht, meine Gedanken schweifen. 
Ich denke darüber nach, wann ich das letzte Mal herzlich umarmt worden bin, und erschrecke mich über die Tatsache, dass ich mich nicht einmal mehr erinnern kann. Ich versuche zu schlafen, doch trotz der stetigen Müdigkeit kriege ich kein Auge zu..
Scheiße, was ist nur los. 

13 November 2015

Schlafmangel, Schwindel, Kopfdröhnen. Ich weiß nicht was los ist aber langsam macht es mir Angst, und ich warte nur noch auf den Augenblick, in dem ich tatsächlich mein Bewusstsein verliere.
Es ist der zweite Freitag, an dem ich keine Kraft hatte, zur Uni zu gehen. Den ganzen Tag habe ich nur geschlafen, und fühle mich trotz allem nicht besser. Ich weiß nicht was das ist, und eigentlich ist es mir egal, aber aus irgendeinem Grund fühlt es sich seltsam an. 
Ich sitze im Dunkeln, starre in die Leere und kann gerade mal die Silhouetten der Bäumes des Waldes vor meinem Balkon erkennen. Das Lied, was gerade läuft, dröhnt, obwohl es eigentlich sehr leise ist, durch meinen Kopf. Ohne etwas zu haben, an dem ich mich orientieren kann, wird mir schwindelig und die Tränen laufen lautlos über meine Wangen. 
Scheiße.
Ich will das nicht mehr.

17 Oktober 2015

so tell me, what do i do?

alles ist ruhig, keine uhr tickt, keine menschen bewegen sich, ich starre in der dunkelheit auf die schatten der bäume hinaus die sich vor meiner fensterfront und dem balkon wölben. what do i do? das erste mal nach meinem aus- und umzug sitze ich hier und weine. aber überraschenderweise nicht weil ich jemanden vermisse. nein. sondern weil ich nicht vermisst werde. wieder tut sich die frage nach dem sinn von all dem auf, wofür ich all das mache, schmerzen ertrage, bestimmte wege einschlage und letztendlich mit tränenverschmiertem gesicht in meiner bettniesche hocke und aus dem fenster starre. keine hand, die meine hält. keine hand, die meinen rücken streichelt oder mir über die haare fährt. keiner, der mich in den arm nimmt. und keiner, der mich vermisst. 

so tell me, what do i do? i don't know where i belong

07 Oktober 2015

fade away

Die Tage sind gezählt und meine Entscheidung zu gehen ist so stark wie noch nie. Ich habe keine Angst, bin nicht aufgeregt oder traurig, aber trotz allem sitze ich hier und weiß nicht, wo der Sinn in Allem liegt. Ich versuche mich an Träumen festzuhalten, versuche mir selbst Mut zu machen, indem ich für diese kämpfe. Doch Tag für Tag drängt sich die Frage auf, was passiert, wenn ich sie erreicht habe. Werde ich dann wirklich glücklich sein? Werde ich endlich wissen, wofür ich das alles tue? Oder werde ich den Moment genießen und mich im nächsten Augenblick an einem neuen Traum festhalten, und immer und immer wieder versuchen die Lücke schließen, die nie zu verschwinden scheint?
Ich habe viel Zeit zum Nachdenken gehabt. Und wenn ich zurückdenke, an den Beginn des Jahres, an all die Erfolge die ich erzielt habe, verspüre ich nicht das Gefühl von Stolz oder Erleichterung. Nein. Alles was ich empfinde ist Unverständnis. Ich weiß weder, wie ich das alles geschafft und die Zeit überstanden habe, noch weiß ich, wofür das alles gut war. Und dann wird mir wieder einmal klar, dass ich mich nur an irgendetwas festgehalten habe, mir Mut zu- und Erfolge versprochen habe, die mir letztendlich nichts anderes gebracht haben, als neue Mutzusprüche. Für nichts. Und wieder nichts.

- baby tell me this is the end -

6 Tage bleiben mir, um mich von allem zu verabschieden. So lange ich zurückdenke, hat mir dieser Ort, diese Gegend, die Schulen, die Menschen und meine Existenz hier, mehr Schlechtes als Gutes gebracht. Und eigentlich bin ich glücklich, bald zu gehen. An einen komplett neuen Ort, mit komplett neuen Menschen und neuen Erlebnissen. Eigentlich bin ich glücklich, bald alleine zu sein. Über 18 Jahre lang war ich nicht eine einzige Nacht alleine. Nie habe ich alleine in diesem Haus geschlafen. Nie habe ich irgendwo gelegen ohne das Wissen, dass noch jemand da ist. Und doch kann ich mich nicht an einen Moment erinnern, in dem ich mich nicht alleine gefühlt habe. Ich erinnere mich an keinen Abend an dem ich nach Hause kam und die Familie beisammen saß. Ich erinnere mich nicht daran, nicht alleine zu sein, egal wie viele Menschen im Haus waren. Eigentlich sollte es mir also egal sein, ob ich gehe oder nicht, da die Veränderung minimal ist. Aber irgendwie ist es genau das, was mir das Herz bricht. 

10 September 2015

heaven

Ich höre heaven und frage mich, wo bloß all diese Gefühle hin sind. Wo ist das Gefühl, alleine zu sein? Wo ist das Gefühl, weinen zu müssen und traurig zu sein? Und wo ist das Gefühl von Freude und dem Glücklich Sein? 
Ich bin leer, lebe in jeden Tag hinein ohne irgendeinen Plan zu haben und vergesse ihn wieder sobald ich mein Kopf aufs Kissen lege. Die Gedanken nehmen überhand, aber ich blende alles aus. Wo ist bloß mein Leben hin? 
Ich verliere mich. Und irgendwie will ich nur noch weg.

24 Juli 2015

Manchmal frage ich mich, wofür ich das Ganze überhaupt mache. Wofür ich um anderer Leute Beziehungen kämpfe, Nächte um Nächte wach bleibe um Anderen in schwierigen Situationen beizustehen. Wofür ich meine Gedanken kreisen lasse, Termine absage, auf Essen Schlaf und meine eigenen Bedürfnisse verzichte, um für Sie da zu sein. Ich habe das Gefühl, mein Leben besteht nur aus den Leben anderer. Sobald ich alleine bin, merke ich förmlich wie sich die Leere in mir ausbreitet, Nacht für Nacht liege ich im Bett und werde von dem Gefühl überrannt, überhaupt nichts mit meinem Leben anfangen zu können. Ein Partner, Kinder, Reisen, Ehe, Arbeit? Das erscheint mir schon alles irreal, als wär es bloß ein Traum. Ich werde noch verrückt, ich weiß nicht wie lange ich so noch weiter machen kann. Gut genug sein um anderen zu helfen um dann jedes verdammte Mal alleine gelassen zu werden, wenn ich nicht mehr klar komme. Das Schlimmste an allem ist ja, dass es mir nichts ausmacht. Dass ich, egal wie oft ich verletzt und im Stich gelassen werde, trotzdem noch denke, dass das okay ist. Dass das normal ist. Und ich reiße mir immer und immer wieder den Arsch für alle anderen auf während ich immer weiter ins Nichts versinke. Aber wie immer sage ich mir "das ist es Wert". Aber nein, eigentlich ist es das nicht. Aber aus irgendeinem Grund kann ich nicht anders. Und scheiße, das tut so weh.

I always said you're worth it but I forgot, 
I'm worth it too



08 Juli 2015

Ich verstehe nicht, wieso mir nie jemand was erzählt. Ich verstehe einfach nicht, was in ihren Köpfen vorgeht, dass sie wirklich denken, es wäre einfacher alles für sich zu behalten, so zu tun als wäre nichts, und genau dann, wenn es eigentlich schon zuspät ist, mit der Wahrheit rauszurücken.

Die Tränen steigen mir in die Augen, mein Magen dreht Kreise und alle machen weiter, als wäre das Ganze halb so schlimm. Er liegt auf der Intensivstation. Aber alles halb so schlimm. Wenn sie anrufen sollten, würde ich da gerne hinfahren. Damit wenigstens jemand seine Hand hält oder so. Aber alles halb so schlimm. Die Ärzte können nicht sagen, ob.. nunja, ob alles gut geht. Ob er wieder in Ordnung kommt. ABER ALLES HALB SO SCHLIMM.

Ich möchte mir nicht ausmalen, wieder auf eine Beerdigung gehen zu müssen. Allein der Gedanke daran, dass wir uns alle versammeln, der Gedanke daran, dass ich ihn in einem Grab sehe - das ist zu viel. Ich weiß nicht wo mir der Kopf steht, aber schlafen werde ich heute nicht. Ich frage mich, was wohl gewesen wäre, wenn er da gewesen wäre wann immer ich nach ihm gefragt habe und ihn besuchen wollte. Ob sich irgendwas geändert hätte. Ob ich es hätte verhindern können. Ob der Gedanke an seinen Tod noch immer so fern wäre wie er es vor einer halben Stunde war.

Scheiße, was mach ich nur

02 Juli 2015

Es ist, als hätte er mich in ein Labyrinth geführt, mit verbundenen Augen, aber Angst oder Unsicherheit verspüre ich nicht, weil er eine Aura ausstrahlt, die mich sicher und geborgen fühlen lässt. Es ist, als bräuchte er mich nicht einmal berühren, um mich in die richtigen Wege einbiegen zu lassen. Es ist, als wäre der Sinn, warum ich in das Labyrinth gelangt bin, irrelevant, als wäre es total egal, solange er bei mir ist.

Doch nun ist er fort, mit einem Satz, wortwörtlich genommen. Und alles was mir bleibt, ist die Suche nach dem Ende, alles was mir bleibt, ist der Schmerz, der nicht einmal ein Schmerz ist. Ich kann ihm nicht böse sein und trotzdem stehe ich dort, hilflos wie nie zuvor, und kämpfe mit den Tränen. Ein Ausweg scheint für mich unmöglich, jeglicher Sinn ist verloren, nicht nur der des Labyrinths, sondern auch der des Lebens an sich. Und ich frage mich, ob ein Ausweg überhaupt möglich ist, ob er überhaupt jemals möglich sein wird, und vor allem, ob ich ihn finden möchte. Denn auch wenn du fort bist, bleiben mir all die Erinnerungen, all die Nachrichten, die Gefühle die du in mir hervorgerufen hast, die Gedanken, die Wünsche, die Sehnsüchte, die Nähe. Und ich weiß nicht, ob ich das alles loslassen kann.
Ich weiß einfach nicht, ob ich den Ausweg jemals finden werde, und vor allem weiß ich nicht, ob ich mich überhaupt auf die Suche nach ihm mache.


Heute war das erste Mal, dass ich von dir geträumt habe, N. Witziger Weise war es auch das erste Mal, dass ich gerettet wurde in einem dieser Träume. Wenig Schlaf, Albträume, ständiges Aufwachen, Zittern - all das bin ich gewohnt, N, all das und noch viel mehr. Aber gerettet hat mich noch nie jemand. Eigentlich ist das alles andere als witzig, aber es tut weniger weh über all das zu lächeln als mich mit den Schmerzen auseinander zu setzen und ironischerweise werde ich das Gefühl nicht los, dass dies dein Abschied war. Dass du mich ein letztes Mal retten wolltest, bevor du gehst. Für immer.



15. Juni 2015, 04:43
"I hope you know whilst you sleep, 
you are so important to me 
and i won't let anyone hurt you, 
not even the spider"

scheiße

27 Mai 2015

Ich weiß nicht was los ist, aber die Uhr tickt, die Zeit läuft und ich schaue zu. Was ist passiert? Alles scheint anders, obwohl sich Tag für Tag nichts geändert hat.
Die Leute in meinem Leben kommen und gehen, und die einzige die daran zu leiden scheint, bin ich. Was habe ich getan? Was ist passiert, dass ich so etwas verdiene? Was habe ich falsch gemacht?

Nach außen hin scheint alles in Ordnung, und im Grunde genommen ist es das ja auch. Trotz allem weine ich Tag und Nacht. Ich kann nicht sagen, woran es liegt und ich kann den Schmerz nicht beschreiben. Aber mir fehlt die Kraft zum Atmen, die Motivation zu Leben und der Glauben an Glück und Liebe.


"I know I cry a lot
and for many things, like
sad movies or failed grades, 
abandoned dreams and 
songs that remind me of the past.
Stupid things too, like
you, and all the problems I've
created for myself in my head.
But lately, what I've been
crying about most is
myself
the person I used to be and lost
and the person in the present
with no clue about her future."

25 Mai 2015

diary, 24th of may

21:47

"Ich habe mich selten so allein, einsam und unverstanden gefühlt. Seit Wochen besteht mein Alltag darauf, zu lernen oder zu arbeiten oder rum zu sitzen und darauf zu warten, dass die Zeit verstreicht.
Das Problem ist dabei weniger das Problem selbst, sondern die Tatsache, dass es keine Lösung gibt.
Weder Musik hilft, noch Videos jeglicher Art oder die Planung vom Auszug. Im Gegenteil - alles, was mir dabei hilft, vom Problem abzulenken, macht es irgendwie schlimmer. Weil die Angst, für immer in diesem Teufelskreis gefangen zu bleiben, sekündlich wächst. 
Aber niemand ist da. Und alles wird schlimmer. 
Die Gedanken der schlaflosen Nächte schleichen sich in den Tag. Jeder lebt sein Leben - ohne mich. Und ich weiß nicht, wie lange das noch weitergehen soll. Und vorallem weiß ich nicht, wie lange ich das noch aushalte. 

Ich höre auf zu essen, kann nicht mehr schlafen, habe Schwindelanfälle, weine Tag und Nacht, habe Krämpfe und Schmerzen. 
Oftmals weiß ich nicht einmal, wieso. Es passiert einfach. Oder halt eben nicht. 
Nach der einfachen Appetitlosigkeit hat mich die Appetitlosigkeit aufs Leben getroffen. Und sie zieht und zerrt an mir, so dass mir alles weh tut. Nicht nur psychisch, sondern auch physisch gehen mir die Kräfte aus. 
Ich werde in ein schwarzes, dunkles Nichts gezogen. Stehe mir selbst gegenüber. Und so ist das Leben. Denn im Grunde genommen habe ich nichts. Mein Leben ist ein großes schwarzes Nichts. Und da bin nur ich. Ich und die Endlichkeit, die wie eine Unendlichkeit erscheint. 

Und mittlerweile scheint mir ein Rückfall und alles was er mit sich bringt der einzige Weg zu sein, zur Endlichkeit zurück zu kehren."

28 April 2015

ich höre auf zu essen, zu schlafen, zu leben. 
in mir breitet sich eine leere aus, die mir den schlaf raubt. der appetit aufs essen und aufs leben ist mir schon lange vergangen, und ich merke, wie ich mich von allem distanziere. nachts sitze ich wach, über den schreibtisch gebeugt, in gedanken vertieft. 
vor dem einschlafen liege ich da, verfolge wie sekunde um sekunde verstreicht und breche schließlich in tränen aus. wiege mich auf dem bett hin und her und versuche mir einzureden, dass alles gut wird, aber wenn ich nach wenigen stunden aufwache, nach schlechten träumen und mit schmerzendem herzen, weiß ich, dass alles so bleibt wie immer. 

ich verliere mich. das schwarze nichts unter mir bildet einen sog, dem ich langsam nachzugeben gedenke. denn das ist nicht das leben. da ist nichts, was mich hält. ich halte mich selbst. bis ich loslasse.

26 April 2015

i go crazy 'cause here isn't where i wanna be

ich habe mich noch nie so entschlossen gefühlt, etwas bestimmtes zu tun. noch nie war die entscheidung, endlich etwas zu verändern, so präsent wie jetzt. 

ich drehe mich im kreis, ich komme zu nichts und die tage verstreichen wie schmelzende butter im sonnenschein. die zeit läuft, die uhr tickt und trotzdem steht alles still. 5 becher kaffee sind zu meinem lebenselexier geworden und die nächte zum albtraum. ich schreie in mein kissen, ich wiege mich vor und zurück. stehe fünf mal auf, bis ich mich letzendlich gegen morgen ins bett lege und unter schmerzen einschlafe. meine gedanken kreisen, ich kann mich nicht konzentrieren und ich fange mitten in den abiturklausuren an zu weinen. 
die situationen geraten außer kontrolle und ich bin wie gelähmt. alles fühlt sich so schwer an, und dabei ist so viel zutun. die tränen laufen mir das gesicht runter, während ich verzweifelt versuche, mich zu beruhigen. letztendlich klappe ich zusammen, mit dem wunsch, dass mich endlich mal jemand erst nimmt. 
egal wer, egal wo, egal worum es geht - probleme werden abgetan wie ein schlechter scherz. es wird einmal kurz gelacht und danach nie wieder ein wort drüber verloren. 
ich sehe zu, wie alle anderen ihren weg gehen. sehe zu, wie sie sich gegenseitig helfen und tue mein bestmöglichstes, ihnen allen beizustehen und zu helfen. doch sobald es um mich geht steht alles still. ich weiß weder ein noch aus.
und wenn ich nicht bald gehe, dann falle ich. dabei weiß ich nicht einmal, wie tief ich überhaupt noch sinken kann.

08 April 2015

ich kann es nicht beschreiben. nichts von allem. nicht meine gefühle, nicht meine gedanken, nicht mein verhalten. aber es tut weh. oh gott, es tut so weh.

25 Februar 2015

ich fühle mich so einsam und unverstanden wie selten in meinem leben. nicht nur der stress in der zeit, die momentan herrscht, sondern auch die menschen in meiner umgebung, die nicht mal einen hauch von interesse und verständnis an den tag legen, scheint mich zu zerstören. ich verlange ja garnicht von jedem, dass er sich meine lebensgeschichte anhört und mir vorgibt, wie ich weiterhandeln soll. das möchte ich auch garnicht. aber nicht einmal die leute, auf die ich mich eigentlich immer verlassen konnte, stehen mir bei. ich entferne mich seelisch immer mehr von meinem umfeld, fühle mich, als würde ich nur noch auf meinen abschluss warten um mich anschließend von allem zu verabschieden. als würde ich ein neues leben betreten, für das ich nur noch einen fahrschein brauch.

ich möchte fort. fort von hier, fort von mir. möchte neu beginnen und endlich glücklich sein. ich bin es leid, die tränen zurückhalten zu müssen, alles in mich hineinzufressen, weil niemand zuhört. weil es niemanden gibt, der mich trägt, bis ich wieder fähig bin, wieder selbstständig zu laufen. ich bin es leid, immer auf dem boden zu kriechen und für alles zu kämpfen. denn die momente, in denen alles über mich hineinbricht, die häufen sich. und ich weiß nicht, wie halte ich das noch aushalte.


18 Februar 2015

es ist niemand da, der dir zuhört. niemand da, der für dich da ist und dich versteht. es nimmt dich niemand in den arm und sagt dir, das alles gut wird. du stehst auf einem kleinen flecken erde und drehst dich im kreis, dir ist schwindelig und du möchtest runter von diesem karussell. doch nichts passiert. und irgendwann weißt du nicht mehr wo links und wo rechts ist. du schreist so laut du kannst und keiner scheint dich zu hören.
ich fühl mich so unendlich einsam, dass ich nicht mehr weiß, was ich tun soll. ich fühle mich so leer, dass ich wie eine leblose person den tag verbringe, bis es abend wird. was ich vor einer stunde getan habe, weiß ich nicht mehr. ich vegetiere nur noch vor mich hin und niemanden interessierts. 

eine einzige nachricht, und du befindest dich wieder auf dem karussell. du versuchst dich zu wehren doch niemand sieht dich an. du wirst in einen neuen lebensabschnitt geworfen, ohne ein einziges wort. und du kannst nichts anderes tun als dich irgendwo festzuhalten, lautlos zu weinen und zu beten, dass dieser albtraum bald endet.

11 Februar 2015

ich verstehe nicht, wieso es menschen heutzutage so schwer fällt, verständnis zu zeigen. wieso so viele menschen in eine so stark ausgeprägte phase verfallen, in denen sie die probleme anderer runterspielen, nur um sich nicht mit ihnen auseinandersetzen zu müssen. egal was ich sage, es wird mit einem "ach quatsch, das wird schon" oder "doch du kannst das schon, das wird schon gut" abgetan. tagtäglich sitze ich in meinem zimmer, weiß weder aus noch ein. ich verfalle immer wieder in einen kurzen schlaf, weil ich so ausgelaugt bin von allem was gerade passiert. aber niemand scheint es zu verstehen. und dann wundern sich alle immer und immer wieder, wieso ich sage alles wäre okay. denn ich ertrage es eher, zu sehen, wie leute meinen offensichtlichen lügen glauben als mit anzusehen, wie sie sich vor der wahrheit drücken, vor der ich mich nicht scheue.

30 Januar 2015

allein bei dem gedanken daran, wie alleine ich bin, steigen mir die tränen in die augen. kein elternteil, das sich wirklich für mich interessiert. niemanden, der mich wirklich versteht. tag für tag sitze ich in meinem abgedunkelten zimmer und halte mich mit allen mitteln davon ab, nicht in tränen auszubrechen. aber irgendwann bricht es einfach über mich hinein und ich kann mich nicht mehr fangen. vorallem der gedanke an ihn bringt mich eine so fürchterliche gefühlslage, dass ich ruckartig zu boden sinken könnte. noch nie war die distanz zwischen ihm und mir so groß wie jetzt, und ich merke, wie ich mich immer weiter von ihm entferne. einen vater? nein, das kann ich ihn schon lange nicht mehr nennen. und mir scheint, als verliere auch ich immer mehr an bedeutung für ihn.

so sehr wünsche ich mir, ins auto zu steigen und wegzufahren. an einen ort, an dem ich mich geborgen fühle. denn nichts gibt mir das gefühl, irgendwie willkommen zu sein. nicht einmal mein "zuhause", denn auch dieses ist mir schon lange fremd geworden.
ich fühle mich nirgends sicher, nirgends lebendig. ich schleppe mich von einem tag zum anderen und habe das gefühl als wüsste ich nicht mehr wie man atmet.
die nächte werden schlimmer, die träume immer mehr zur fluchtfantasie. ich möchte hier raus. zu ihm. wenigstens einmal möchte ich in seinen armen liegen und sein herzschlag spüren. damit ich weiß, wofür es sich zu leben lohnt. damit ich weiß, dass das leben aus anderen dingen als schmerz leid und sehnsucht besteht. damit ich friedlich sterben kann, weil ich weiß, dass er lebt. wenn auch nicht für mich, aber er lebt. denn das ist alles, was mich momentan am leben hält.

23 Januar 2015

in momenten wie jetzt wünsche ich mir nichts mehr, als bei ihm zu sein. ich sehne mich so sehr nach seiner nähe, dass das leben für mich komplett an bedeutung verliert. ich trage dieses eigenartige gefühl mit mir herum und stelle mir vor, wie es wäre, ihn jetzt umarmen zu können. ich möchte seine arme um mich fühlen und seinen atem auf meiner haut spüren. möchte mich so sehr an ihn schmiegen, dass ich seinen herzschlag wahrnehme. denn das geräusch seines lebens ist meine ganze welt. ich möchte mich geborgen fühlen und wissen, dass er da ist. für mich da ist. ich möchte ihn bei mir haben, ganz egal wann und wo. denn er ist alles was ich habe. und alles was ich liebe.

15 Januar 2015

baby i'm so lonely

ich frage mich, wofür ich all das leid noch auf mich nehme, wofür ich jeden morgen aufstehe. wofür ich überhaupt noch kämpfen soll. ich ertrage es nicht mehr. ich ertrage weder diese umgebung noch die menschen. mir ist jeden tag nach weinen zumute und manchmal bricht es einfach aus mir heraus. aber es gibt niemanden, der da ist. um ehrlich zu sein hat es noch nie jemanden gegeben. ich wünschte es gäbe wenigstens diese eine person, die mich liebt egal was ich tue und die mich in den arm nimmt wenn ich momente haben wie diesen hier. ich will weg hier, so sehr, dass ich schon bei dem bloßen gedanken, in diesem beschränkten leben, das ich hier führe, für immer gefangen zu sein, zu weinen beginne.

ich will doch einfach jemanden haben. jemanden, der mich akzeptiert. jemanden, der mich liebt.
verdammt. ich will jemanden, der mir den sinn des lebens zeigt.
denn ohne irgendeinen sinn halte ich es nicht mehr aus.
aber mir scheint, als seien meine tage gezählt.

12 Januar 2015

mir scheint, jeder hat seinen platz in der welt gefunden, während ich noch immer da sitze und versuche den sinn des lebens zu verstehen. ich weiß weder ein noch aus und es gibt niemanden, der mich versteht. ich stehe alleine da und halte so lange den atem an, bis ich spüre, wie die welt sich dreht. ich werde erschlagen von gefühlen und versuche sie zu unterdrücken. ich lenke mich ab. ich versuche, mich an meinen träumen festzuhalten und so sehr dafür zu arbeiten, dass ich das leben vergessen. dass ich aufhöre, die realität wahrzunehmen und immerzu in meinen gedanken schwelge. ich versuche, das leben zu schätzen und meine träume wahr werden zu lassen. ich versuche, für das zu arbeiten, was ich von herzen möchte. aber was ist das eigentlich? wie soll ich ein ziel erreichen, wenn ich nicht einmal weiß, was dieses ziel ist? ich fühle mich verloren. ich fühle mich wie ein gänseblümchen auf einer wiese voller rosen. ich bin der fisch, der gegen den strom schwimmt und irgendwann anhält weil er den sinn verloren hat. ich treibe in einem ozean voller geplatzter träume, voller schmerz und leid und ich versuche unterzutauchen und mich an den meeresgrund zu retten. ich versuche, licht in das dunkel zu bringen, doch alles was ich verpüre ist der unglaubliche druck. ich sehe so viele träume im wasser treiben, aber keiner scheint greifbar zu sein. ich schwimme in alle richtungen gleichzeitig und bleibe dennoch auf der immer selben stelle. mein leben ist wie ein labyrinth, das stetig seine wege ändert. die markierungen verblassen von tag zu tag und es scheint, als habe ich meinen kompass verloren.

07 Januar 2015

in momenten wie jetzt da fehlt mir jeglicher bezug zur welt. ich versinke so sehr in meine träume und wünsche und gedanken, dass ich unbewusst anfange zu weinen. die zukunftsängste, die vergangenheit, die entgangenen chancen und die unerlebten ereignisse die ich an mir hab vorbeistreichen lassen rieseln auf mich herab und ich höre auf mich zu wehren. höre auf, mich vor dem regen des lebens zu verstecken, vor den sonnenstrahlen des schicksals zu schützen und vor den stürmen der emotionen davonzulaufen. ich frage mich, wieso ich viel zu selten mensch bin. wieso ich immer das tue, was andere verlangen, das tue, was andere zufriedenstellt und sie im endeffekt nicht im geringsten kümmert. wieso träume ich von meinen träumen anstatt sie zu verwirklichen und wieso habe ich angst vor der zukunft, wenn ich doch selber immer vor ihr davon laufe und daran denke, einmal eine familie zu gründen und glücklich zu sein. wer weiß, vielleicht ist all das was kommt garnicht so schlimm. ich orientiere mich an den leben anderer und beschwere mich über die fehlende zeit um zur ruhe zu kommen. ich renne den anderen hinterher und strebe nach ihren zielen während ich von meinen eigenen träume. wo bleibt das mensch-sein? wo bleibe ich selber? immer wieder frage ich mich, wieso menschen das tun was sie tun und scheitere am positiven denken in bezug auf mich. ich bin der beste ratgeber wenn es um die probleme anderer geht aber sobald ich eine aufgabe meistern muss, stehe ich hilflos da. ich sprühe vor optimismus wenn andere eine down-phase haben und finde selbst den weg aus dieser phase nicht heraus.
ich weiß nicht, wieso das immer und immer wieder passiert und vorallem weiß ich nicht, wieso ich nie etwas ändere und mich immer wieder vor der welt und dem mensch-sein drücke. ich will die welt bereisen aber traue mich nicht einmal in die schule zu gehen. ich will mein eigenes geld verdienen und davon zu leben aber bin zu faul zum lernen. ich möchte glücklich sein, aber lege mir selber steine in den weg.

in letzter zeit hält mich der gedanke an ihn über all diesen fragen, ängsten und ungewissheiten. wie ein fliegender regenschirm lässt er mich über dem leben schweben. ich weiß selbst nicht, wo oben unten links und rechts hin, aber meine alles in die hand nehmen und das schlechte beseitigen und das gute voranbringen zu können. aber ich bin mir sicher, dass es nicht so sein wird. denn so war es immer. und schon wieder kommt der pessimismus, vor denen ich andere so gut zu warnen versuche, deutlich heraus. mein größter feind das bin ich selbst. und ich glaube, ich brauche jemanden der mich befreit. der mir das leben zeigt, der mir zuspricht, zu sein wer ich sein will und nicht wer ich bin. der mir meinen eigenen optimismus zurückbringt und mich meine fragen und gedanken vergessen lässt. ich brauche jemanden, der mich in den arm nimmt und ungezwungen ein lächeln aus mir hervorbringt. ich brauche jemanden, der mit mir kämpft und mein leben lebenswert macht. ich will jemanden, der mich liebt. ich will ihn.

04 Januar 2015

"Kummer ist ein seltsames Gefühl: Wir sind ihm so hilflos ausgeliefert. Er ist wie ein Fenster, das sich plötzlich ganz von selbst auftut. Es wird kalt im Zimmer, und wir können nichts anderes tun als zittern. Aber jedesmal öffnet es sich ein bisschen weniger, und eines Tages fragen wir uns, wo es wohl geblieben ist."

Der Gedanke an dich lässt mich meine Stärke bewahren und so viel Mut aufbringen, wie mir nur möglich ist. Wenn ich an dich denke, beginne ich innerlich aufzublühen und zu lächeln. Für viele mag es komisch klingen, wie viel Kraft mir der Gedanke an dich gibt und wie sehr mich deine Stimme und deine Handlungen berühren. Aber ich kann es nicht anders beschreiben, als dass du für mich der Grund bist, warum die Erde sich dreht, Blumen anfangen zu blühen, die Sonnenstrahlen Glücksgefühle in Menschen hervorrufen und wir so berührt von Dingen sind, die unser Leben verändern. Denn du hast meins verändert, von die eine auf die andere Sekunde mit nur einem Zwinkern, was dir wahrscheinlich schon längst nicht mehr in Erinnerung geblieben ist. Ich hingegen werde es nie vergessen, genauso wenig wie die Geborgenheit, die du mir gibst, wenn ich an dich denke. Die ganze Welt scheint still zu stehen wenn du mich ansiehst, auch wenn das nicht direkt passiert. Und ich habe das Gefühl, ich könnte deinen Herzschlag spüren. Ich habe das Gefühl, dass es wirklich einen Tag geben könnte, an dem es nur uns beide gibt. An dem du mich ansiehst und das gleiche empfindest was ich die ganzen Jahre empfand. Immer wieder gerate ich in Phasen, in denen ich ununterbrochen zu weinen beginne und an denen mich der Gedanke an dich so traurig macht, dass ich den Sinn des Lebens verliere und es sich anfühlt, als würde die Welt sich schneller drehen als je zuvor und ich sei nicht angeschnallt. Die Angst, all die Gedanken, die ich täglich mit mir umher tragen, könnten bloß Gedanken bleiben, wird dann von Zeit zu Zeit stärker. Und ich verliere mich in dem Zustand der Wertlosigkeit, weil ich die Furcht verspüre, dir all das niemals sagen zu können. Nie deinen Atem in meinen Haaren zu spüren, deine Hand in meiner oder deinen Arm um meine Schulter gelegt. Die Furcht, niemals deinen Herzschlag zu spüren wenn du mich in deine Arme schließt.
Oftmals hilfst du mir, diesem Zustand zu entkommen und mir meine Kraft wiederzugeben, die mir verloren ging. Aber immer wenn ich darüber nachdenke, habe ich Angst. Angst, mein Leben lang diesem Kreislauf verfallen zu sein.
Denn es gibts nichts auf dieser Welt, was ich mir mehr wünsche, als in deine Augen sehen zu können und zu wissen, dass ich für immer Deins bin.