so tell me, what do i do? i don't know where i belong
17 Oktober 2015
so tell me, what do i do?
alles ist ruhig, keine uhr tickt, keine menschen bewegen sich, ich starre in der dunkelheit auf die schatten der bäume hinaus die sich vor meiner fensterfront und dem balkon wölben. what do i do? das erste mal nach meinem aus- und umzug sitze ich hier und weine. aber überraschenderweise nicht weil ich jemanden vermisse. nein. sondern weil ich nicht vermisst werde. wieder tut sich die frage nach dem sinn von all dem auf, wofür ich all das mache, schmerzen ertrage, bestimmte wege einschlage und letztendlich mit tränenverschmiertem gesicht in meiner bettniesche hocke und aus dem fenster starre. keine hand, die meine hält. keine hand, die meinen rücken streichelt oder mir über die haare fährt. keiner, der mich in den arm nimmt. und keiner, der mich vermisst.
07 Oktober 2015
fade away
Die Tage sind gezählt und meine Entscheidung zu gehen ist so stark wie noch nie. Ich habe keine Angst, bin nicht aufgeregt oder traurig, aber trotz allem sitze ich hier und weiß nicht, wo der Sinn in Allem liegt. Ich versuche mich an Träumen festzuhalten, versuche mir selbst Mut zu machen, indem ich für diese kämpfe. Doch Tag für Tag drängt sich die Frage auf, was passiert, wenn ich sie erreicht habe. Werde ich dann wirklich glücklich sein? Werde ich endlich wissen, wofür ich das alles tue? Oder werde ich den Moment genießen und mich im nächsten Augenblick an einem neuen Traum festhalten, und immer und immer wieder versuchen die Lücke schließen, die nie zu verschwinden scheint?
Ich habe viel Zeit zum Nachdenken gehabt. Und wenn ich zurückdenke, an den Beginn des Jahres, an all die Erfolge die ich erzielt habe, verspüre ich nicht das Gefühl von Stolz oder Erleichterung. Nein. Alles was ich empfinde ist Unverständnis. Ich weiß weder, wie ich das alles geschafft und die Zeit überstanden habe, noch weiß ich, wofür das alles gut war. Und dann wird mir wieder einmal klar, dass ich mich nur an irgendetwas festgehalten habe, mir Mut zu- und Erfolge versprochen habe, die mir letztendlich nichts anderes gebracht haben, als neue Mutzusprüche. Für nichts. Und wieder nichts.
Ich habe viel Zeit zum Nachdenken gehabt. Und wenn ich zurückdenke, an den Beginn des Jahres, an all die Erfolge die ich erzielt habe, verspüre ich nicht das Gefühl von Stolz oder Erleichterung. Nein. Alles was ich empfinde ist Unverständnis. Ich weiß weder, wie ich das alles geschafft und die Zeit überstanden habe, noch weiß ich, wofür das alles gut war. Und dann wird mir wieder einmal klar, dass ich mich nur an irgendetwas festgehalten habe, mir Mut zu- und Erfolge versprochen habe, die mir letztendlich nichts anderes gebracht haben, als neue Mutzusprüche. Für nichts. Und wieder nichts.
- baby tell me this is the end -
6 Tage bleiben mir, um mich von allem zu verabschieden. So lange ich zurückdenke, hat mir dieser Ort, diese Gegend, die Schulen, die Menschen und meine Existenz hier, mehr Schlechtes als Gutes gebracht. Und eigentlich bin ich glücklich, bald zu gehen. An einen komplett neuen Ort, mit komplett neuen Menschen und neuen Erlebnissen. Eigentlich bin ich glücklich, bald alleine zu sein. Über 18 Jahre lang war ich nicht eine einzige Nacht alleine. Nie habe ich alleine in diesem Haus geschlafen. Nie habe ich irgendwo gelegen ohne das Wissen, dass noch jemand da ist. Und doch kann ich mich nicht an einen Moment erinnern, in dem ich mich nicht alleine gefühlt habe. Ich erinnere mich an keinen Abend an dem ich nach Hause kam und die Familie beisammen saß. Ich erinnere mich nicht daran, nicht alleine zu sein, egal wie viele Menschen im Haus waren. Eigentlich sollte es mir also egal sein, ob ich gehe oder nicht, da die Veränderung minimal ist. Aber irgendwie ist es genau das, was mir das Herz bricht.
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