10 November 2018

es war gefühlte ewigkeiten her, seitdem ich das letzte mal richtige angst verspürt habe. es war gefühlte ewigkeiten her, dass ich eine panikattacke hatte; dass mir all der stress, all der alltägliche wahnsinn über den kopf gewachsen ist und meine emotionen verrückt gespielt haben. es ging mir so gut. ich hatte zeitweise das gefühl zu schweben, tatsächlich glücklich zu sein; hatte das gefühl, genug zu sein und endlich diese großartige und unendliche liebe gespürt, von der ich immer wusste, dass ich sie in mir trage.
du hast mir meine schmerzen genommen. du hast mich zum lachen gebracht, meine haut so sanft gestreichelt und mich so herzlich in deine arme geschlossen, dass die angst komplett verflogen ist. ich habe mich zu zeiten unwohl gefühlt, aber immer nur, weil ich mich so nach dir gesehnt habe, sobald wir getrennt waren. du warst mein herz, meine liebe, mein zuhause. du warst mein strengstes geheimnis, mein größtes glück, mein wertvollster besitz. du warst alles.

seitdem du weg bist, ist alles leer. ich weiß wieder einmal weder ein noch aus, flüchte mich vor all meinen gedanken, all den personen in meinem leben, all den orten, die wir gemeinsam gesehen haben. ich habe das gefühl, alles verloren zu haben. du hast mir mein vertrauen, meine sicherheit genommen. du bist gegangen. einfach so. ohne ein wort. und hast all die freude genommen, die du mir in der ganzen zeit bereitet hast. du hast mir mein lachen genommen, über das ich mich jetzt selber erschrecke, weil es sich einfach nicht mehr echt anfühlt. seit du weg bist, ist dieser unerträgliche herzschmerz da und er ist um ein vielfaches schlimmer als all das, womit ich schon immer zu kämpfen hatte. du warst meine zuflucht, mein zuhause. und jetzt bist du weg. und mit dir all das, was ich so dringend brauche.

die schmerzen sind beinahe unerträglich. ich merke tagtäglich, wie gut du mir getan hast und wie groß meine liebe zu dir ist. und ich drohe daran zu zerbrechen, dass all das scheinbar nicht genug gewesen ist. ich träume von dir. seit monaten. und ich weine unkontrolliert, weil ich den gedanken daran nicht ertrage, dass mir, dass dir, dass uns all das widerfahren ist.
die panik wird immer stärker und ich kann sie weder kontrollieren noch minimieren. aber weißt du, ich versuche es nichtmal mehr. denn all der schmerz, die angst und die ungebrochene liebe; all das erinnert mich daran, dass du da warst. und dass es mir tatsächlich gut ging.

ich vermisse dich
mein leben lang

und ich liebe dich
mein leben lang

30 März 2018

Ich weiß nicht was los ist und genau das macht mir Angst. Immerzu werde ich gefragt ob alles okay ist, was denn los sei und ständig wird mir entgegnet dass ich lügen würde wenn ich sage "alles gut". Ivh habe mir selbst geschworen achtsamer zu sein, Menschen die mir nahe sind nicht mehr von mir zu stoßen und mit mir selbst besser umzugehen, aber in letzter Zeit klappt rein gar nichts davon. Ich gebe mein Bestes, immer und überall - zumindest denke ich das. Aber je mehr ich drüber nachdenke und meinen alltäglichen Lebensablauf reflektiere, desto mehr fällt mir auf dass das alleine eine bloße Illusion zu sein scheint. Stunden vergehen, Tag für Tag und was tue ich? Nichts. Wenn ich es schaffe, auch nur eine einzige von den unzähligen Aufgaben zu erledigen, die sich mir im Alltag stellen, so scheint allein diese schon eine Hälfte meiner gesamten Zeit einzunehmen. Und dabei versuche ich es doch. Ich tue so viel, und mache doch nichts. Es ist frustrierend, es ist ermüdend und vor allem ist es anstrengend. Es macht mich sprachlos. Es macht mich kraftlos. Es bringt mich dazu, mich wieder einmal wertlos zu fühlen - und dabei habe ich all die Jahre so viel getan, um diesem Gefühl zu entkommen.
Es scheint all