27 Mai 2016

Sie erinnert mich so sehr an dich, dass mir gleichzeitig zu weinen und zu lachen zumute ist, wenn ich sie sehe. Ich weiß nicht, wie ich lange ich es aushalte, sie jede Woche zu sehen, mit ihr zu reden, mit ihr zu lachen, mit ihr zu tanzen. Du fehlst. Du fehlst seit der Sekunde, in der du gegangen bist. Und ich wünschte, gerade diese Sekunde hätte niemals stattgefunden.

Tag und Nacht kommen all die Erinnerungen hoch, die wir gemeinsam gesammelt haben und so oft wünsche ich mir, dass du neben mir liegen und mit mir kuscheln würdest oder einfach gar nichts machen und nur da sein würdest. So oft denke ich an all die Momente, die wir verbracht und all die Tränen, die wir gegenseitig getrocknet haben. 
Und so oft blicke ich auf all das zurück und frage mich, wieso wir es nicht geschafft haben. Wieso wir uns so entfremdet haben. We almost made it. 

Ich vermisse dich
Aber ich kann es dir nicht sagen, weil ich der Grund bin, weshalb du gegangen bist

09 Mai 2016

Es ist alles immer nur noch verschwommen, meine Gedanken sind ein einziges Durcheinander und meine Konzentration ist so schlecht wie nie zuvor. Ständig hallt mir das Lied durch den Kopf und immer öfter merke ich, wie jemand mit mir spricht und ich trotzdem nichts höre. Ich versuche mich zusammenzureißen, so wie ich es immer schon tue, aber in der letzten Zeit verliere ich mich selbst so sehr, dass ich mich wundern muss sobald ich plötzlich vor dem Universtitätsgebäude stehe, weil ich mich nicht einmal mehr an meinen Weg dorthin erinnern kann. 
Es fühlt sich irgendwie so leer an. Nichts ergibt mehr einen Sinn und ich lebe jeden Tag irgendwie vor mich aber sobald die Nacht einbricht kann ich nichts anderes tun als weinen. Es ist, als hätte ich das verloren, woran ich mich die ganze Zeit festgehalten hatte, was auch immer das gewesen sein mag. Es ist, als wäre alles irgendwie weg. Als wär die Welt nicht mehr so wie sie vor wenigen Minuten gewesen ist und als wäre Ich nicht mehr Ich. 
Mit verschränkten Beinen sitze ich auf dem Balkon, sehe zu wie die Sonne unter geht und die letzten Sonnenstrahlen durch die Baumwipfel hindurchscheinen. Ich höre die Vögel zwitschern, die Hummeln fliegen und spüre die kalte Brise auf meiner Haut. Es ist so friedlich und doch fühle ich mich, als würde ich jede Sekunde in Tränen ausbrechen.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter.
Es ist irgendwie alles zu viel und dabei kann ich nicht einmal definieren, was alles umschreibt.

Manchmal wünschte ich mir, jemand würde bei mir sein und mich umarmen, mir zuhören und mit mir reden, für mich da sein und mich lieben. 
Manchmal habe ich sogar die Hoffnung, dass es eines Tages passiert, vielleicht sogar in kürzerer Zeit.
Manchmal denke ich, alles ist wieder gut.
Aber halt nur manchmal.
Und manchmal ist nicht oft.

01 Mai 2016

Mein Magen knurrt, aber ich bekomme keinen Bissen runter. Ich starre auf mein Essen und merke, wie sich alles in mir zusammenzieht. Ich kann nicht sagen, was genau in mir vorgeht und auch nicht, wieso es mir überhaupt so komisch geht, aber in letzter Zeit ist irgendwie alles anders.
Ich vergesse zu essen, zu trinken und Schlaf finde ich seit langer Zeit wiedermal nicht. Ich stehe morgens früh auf und weiß weder, welchen Tag wir haben noch wie spät es ist, selbst wenn ich 3 Mal auf die Uhr schaue.
In der Uni merke ich, wie meine Gedanken abschweifen und ich werde zunehmend gefragt ob alles okay ist und ob ich gedanklich überhaupt noch da bin. Erst dann fällt mir auf, dass ich die letzte halbe Stunde verpasst habe und dann wird mir wieder schwindelig. Es hört irgendwie nicht auf. Mein Arzt sagt zwar, dass ich besser aussehe, aber innerlich ist alles ein reines Chaos.
Meine Familie habe ich schon wieder 2 Monate nicht gesehen und ich weiß auch nicht, wann und ob ich sie in nächster Zeit überhaupt zu Gesicht bekomme. Ich fühle mich nicht in der Lage, die Zugfahrt anzutreten noch bei ihnen zu sein wenn ich doch eigentlich irgendwie ganz woanders bin.
Panik steigt wieder in mir auf und ich weiß nicht, wohin mit meinen Gedanken.


Die Tränen laufen mir übers Gesicht, weil ich nicht mehr weiß wo links und wo rechts ist. Wie aus dem Nichts fange ich an hysterisch zu weinen und zu zittern und ich frage mich, was ich tun soll. Ich habe nicht einmal jemanden, dem ich schreiben kann.
Ich fühle mich, als müsste ich mich jeden Moment erbrechen und mein Kopf ist so voll mit irgendwelchen Gedanken und gleichzeitig doch so leer. Alles verschwimmt und ich spüre nichts als Schmerz.


what should i do
oh mom
what should i do

27 April 2016

Ich kann mich weder daran erinnern, wann ich das letzte Mal eine richtige Mahlzeit zu mir genommen habe noch kann ich ein Datum benennen, in dessen Nacht ich tatsächlich Ruhe und Schlaf gefunden habe.
Ich spüre diesen unglaublichen Druck auf mir und merke, wie sich alles um mich herum wieder zu drehen beginnt. Allein in den letzten beiden Tagen habe ich fast 3 Mal das Bewusstsein verloren, einen klaren Gedanken kann ich schon lange nicht mehr fassen. 
So, what do I do? 
Ich halte mich an dem Glauben fest, dass ich in der nächsten Zeit die Chance habe, Ihn zu sehen. Ich halte mich an dem Gedanken fest, dass ich tatsächlich die Möglichkeit bekommen könnte, ihm zu danken und alles zu tun um ihm ein gutes Gefühl zu geben. Aber je länger ich darüber denke, desto komischer wird es mir. Und die Angst, irgendetwas falsch zu machen oder ihn erneut nicht anzutreffen raubt mir beinahe den Atem. 

Tag für Tag versuche ich, mein Leben bei seinem Faden zu ziehen und endlich mal mein Schicksal in die Hand zu nehmen, mich nicht mehr auf andere zu verlassen und einfach zu leben. 
Aber irgendwie klappt das nicht. 
Es ist nicht mehr möglich, den Faden festzuhalten, wenn es schon lange keinen mehr gibt. 

..entweder gebe ich mir einfach wieder nicht genug Mühe, oder das Schicksal ist tatsächlich ein mieser Verräter.

20 März 2016

nach ewig langer zeit bin ich am weinen und ich habe angst davor, mich wieder einmal nicht beruhigen zu können. alles sprudelt in mir auf und mein mageninhalt dreht unaufhaltbare kreise. allein bei dem gedanken an morgen, an die 5 stündige zugfahrt, den von dunkelheit umhüllten bahnhof, die 30-minütige busfahrt und die abgedunkelte, unheimische wohnung möchte ich am liebsten schreien.
manchmal habe ich das gefühl, ich schaff das alles nicht mehr. und manchmal habe ich das gefühl, genau aus diesem grund noch mehr kämpfen zu müssen. doch egal welchen weg ich einschlage, es kommt mir vor als stehe ich immer wieder vor der selben verschlossenen tür. ich möchte anderen nicht zeigen, wie schwach ich bin, und wünsche mir trotz allem jemanden, der mich auffängt.
doch so jemanden habe ich nicht und so etwas möchte ich auch eigentlich niemandem antun
aber oh gott, 
ich weiß nicht mehr weiter

18 März 2016

ich liebe dich, mama
ich liebe dich so sehr

05 März 2016

mein Kopf fühlt sich an als würde er jede Minute in tausend Teile zerspringen, als würden all meine Sorgen und all die Angst von beiden Seiten gewaltsam auf mich eindrücken und alles was ich verspüre ist ein unerträglicher Druck. Mein Magen zieht sich zusammen und es fühlt sich an, als würde mein Herz vor Schmerz nur so zittern. Wie kannst du das tun? Mich so sehr vernachlässigen, dass ich das Gefühl habe, dass du nicht einmal ein Teil meines Lebens bist? Die Worte, die mir in jedem Augenblick gezeigt haben, wie wertlos ich für dich bin, wie unwichtig, hallen in meinem Kopf und verschwimmen mit all der Panik, die sich erneut in mir anbahnt. 

Du hast mir so oft gesagt, niemals das Wort immer zu verwenden, da es zu keinem Augenblick der hundertprozentigen Wahrheit entsprechen und ein darauf aufgebautes Argument eher entkräftigen als dramatisieren wird. Und alles was ich nun denke ist, dass du es vielleicht besser unterlassen hättest zu sagen, dass du immer für mich da bist, denn dies entspricht schon seit zu langer Zeit nicht mal ansatzweise der Wahrheit. 

Weißt du, du hast mir das Herz gebrochen, lange bevor irgendein Junge dazu die Chance hatte
you broke me 
and i can't fix myself anymore

03 März 2016

Ich liege im Bett, in dem ich das letzte Mal vor über einem halben Jahr lag. Es fühlt sich nicht an wie mein Bett, aber um ehrlich zu sein fühlt sich das ganze Haus nicht wie zuhause an und die ganze Stadt nicht wie mein Heimatsort. Je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr fühlt sich auch meine eigene Wohnung nicht wie zuhause an und obwohl ich weiß, dass ich bald erneut umziehen werde, werde ich das Gefühl nicht los, dass sich an der ganzen Sache nichts ändert.
Marya Hornbacher hatte recht als sie schrieb "Und wenn es einem besser geht, fühlt sich Gesundheit falsch an, sie macht einen verrückt, sie verwirrt einen. Also wird man wieder krank, denn mit dem Kranksein kennt man sich aus.", und ich bekomme das beklemmende Drücken im Magenbereich wenn ich mir ausmale, dass mich das Gefühl, nirgends zuhause zu sein, mein Leben lang begleiten wird.
Ich vermisse es zu schreiben und auch wenn meine Gedanken normalerweise ein einziges Chaosbündel aufweisen schreiben sich die Zeilen wie von selbst in meinem Kopf und ich muss sie schriftlich festhalten, damit ich sie nicht vergesse. Denn das ist das, was ich in letzter Zeit am meisten tue. 
Ich vergesse. 
Ich vergesse Handlungen, die ich wenige Minuten vorher verrichtet, Sätze, die ich vorab formuliert und Gefühle, die ich einst empfunden habe. Am meisten vergesse ich aber wer ich bin und ich muss beim verfassen der letzten 33 Buchstaben ernsthaft darüber nachdenken, ob ich das überhaupt jemals wusste. 
Ich weiß, dass sich etwas ändern muss. Immer wieder rufe ich mir die Worte von Mahatma Gandhi hervor, welcher einst sagte "Sei die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt" und ich scheine im ersten, ja sogar im zweiten und dritten Moment höchst motiviert, aber nach einiger Zeit verblassen all meine Ideen von einer Veränderung und alles was bleibt bin Ich und mein Leben.

irrecoverable - endgültig verloren

24 Februar 2016

die schlaflosen nächte nehmen zu, die arztbesuche häufen sich, der notdienst im krankenhaus wird zur gewohnheit. ohne tabletten kann ich das haus nicht mehr verlassen, ohne kopfschmerzen verbringe ich keinen tag und die gedanken füllen meinen kopf so sehr, dass ich oft mitten im satz vergesse worüber ich überhaupt rede.
mir wird alles zu viel, und auch wenn ich jetzt einen anhaltspunkt habe, geht es mir nicht besser. ganz im gegenteil. ich weiß nicht mehr weiter, und die reaktion von meinem arzt sagt mir, dass es tatsächlich ernst ist. das ist nicht nur "anders sein". das ist mehr, viel mehr.
wenn ich mich nicht in den schlaf weine, denke ich so sehr über alles nach, dass mir jegliche gedanken, die ich verdrängt zu haben schien, wieder aufkommen, und es letztendlich 4 stunden und 5 mal aufstehen und wieder hinlegen braucht bis ich dann wirklich mal schlafe. obwohl es sich, auch wenn ich schlafe, am morgen so anfühlt als wäre ich eine woche lang wach gewesen.
ich weiß einfach nicht was ich tun soll. habe weder jemanden zum reden, noch irgendeine idee wie ich alleine damit klarkommen soll.
es wird einfach alles zu viel, ich finde nicht einmal die richtigen worte dafür. 
es ist einfach
too much 

29 Januar 2016

Ich frage mich die ganze Zeit, ob die Mitteilungen meines Arztes vor einigen Stunden ein weiteres Symptom für meine Befürchtungen darstellen, ein weiteres Problem aufgekommen oder alles ein Zufall ist. 
Ich ruhe mich etwa zwei Stunden aus, die Schmerzen sind weg und ich widme mich wieder dem Lernstoff, bis plötzlich wieder dieses komische Gefühl aufkommt. Mir wird schwindelig, nicht so sehr wie es sonst der Fall aber trotz allem deutlich spürbar, und ich greife zu einem Schmierblatt um schnell alles zu notieren. Das beklemmende Gefühl von Unbehagen und Unwohlsein breitet sich wieder in mir aus. Mir scheinen ein paar Sekunden zu fehlen und auf einmal merke ich, wie ich mir unwissentlich die Haare aus dem Gesicht streiche und eine Hand auf der Stelle meines Herzens liegt. 
Was zur Hölle ist gerade passiert? 
Ich habe Angst. Ist das alles schlimmer als gedacht und stimmt wirklich etwas nicht? Ich frage mich, ob das der Punkt ist, an dem das Herz zu viel durchgemacht hat und sich deswegen diese Erscheinungen offenbaren oder ob ich tatsächlich krank bin. Für einen Moment kommt der Gedanke auf, meine Mutter anzurufen und ihr zu erzählen was passiert ist, aber ich will sie nicht unnötig beunruhigen. Denn was solls,

everything's gonna be alright,
es interessiert ja doch niemanden

26 Januar 2016

Zu wenig Schlaf, zu viel zutun und viel zu viele Gedanken, die es auszublenden gilt.
Seit Tagen schwirren unzählige Gedanken in meinem Kopf herum, drehen ihre unzähligen Kreise und rauben mir jegliche Konzentration. Mir passieren immer mehr Missgeschicke, ich bekomme immer häufiger Angstzustände und Panikattacken und weiß weder ein noch aus. Es sind so viele undefinierbare und unerklärliche Gedanken aufgekommen, dass ich mich benebelt fühle von all dem aufwühlenden Chaos in meinem Inneren. Ich blicke gerade aus, schaue sowohl nach links als auch nach rechts und kann doch nichts sehen. Schlage mir erst gestern die Tür gegen meinen Wangenknochen, weil ich vergessen habe einen Schritt zurückzutreten, bevor ich beginne -gewöhnungsmäßig schnell- die Tür zu schließen, und durchlebe jeden Morgen das Gefühl, als würde ich in der Dusche ertrinken. Vergesse für mehrere Augrnblicke wie man atmet und verfange mich so sehr in dem Gedanken, dass ich zum Teil das Wasser abstellen oder aus der Dusche steigen muss. Um mich herum wirkt auf einmal alles beklemmend, während sich in mir drin gedanklich alle Grenzen aufzulösen scheinen. Doch trotz dieser Unendlichkeit bleibt mir eine Frage präsent vor den Augen - 
Sollte ich wirklich wieder professionelle Hilfe suchen?  

Ich fühle mich ratlos, denke an damals zurück und versuche mir einzureden, dass es wahrscheinlich keinen Grund zur Sorge gibt und ich bloß überreagiere. Aber eigentlich weiß ich, dass das nicht stimmt. Ich merke, dass etwas anders ist, wiedermal. 
Und heute war ein Moment aufgekommen, an dem ich das erste Mal nach all den Tagen gespürt habe, dass ich das nicht mehr lange aushalten werden. Es ist nicht wie damals. Und gerade das macht mir Angst. Nicht, weil es schlimmer ist, das ist im Grunde genommen nicht einmal zu vergleichen, aber die Tatsache, dass ich mich nicht selber aus dieser Situation herausholen kann, treibt mich nahezu in den Wahnsinn.

Ich habe niemanden zum reden und ich weiß auch nicht, wie ich damit umgehen soll. 
Soll ich es überhaupt erzählen? Und wenn ja, muss ich dann alles erzählrn? 

16 Januar 2016

Ich bin gefüllt mit so vielen Gedanken und Gefühlen, dass mir schon fast gar nichts anderes mehr einfällt außer "Mir fehlen die Worte". Und irgendwie beschreibt es das komischerweise ganz gut.

Mir fehlen die Worte zu erklären, wieso er mir immer noch so wichtig zu sein scheint, selbst nach fast 4 Jahren. 
Mir fehlen die Worte auszudrücken, wie alleine und kraftlos ich mich fühle.
Mir fehlen die Worte zu verdeutlichen, dass ich das alles eigentlich gar nicht mehr kann und wie sehr mich der innerliche Druck zerstört.

Seltsamerweise habe ich allerdings genug Worte dafür, mir einzureden, dass das schon irgendwann alles gut wird. Vielleicht ist es der innere Optimismus, den ich über Jahre mühsam entwickelt habe, oder aber auch nur die bloße Tatsache, dass ich über all das zwar bescheid weiß, aber es mir nicht eingestehen will, aus dem einfachen Grund, dass mir die Worte dafür fehlen, es zu erklären. 

Seit Tagen suche ich nach dem richtigen Anfang und einem geeigneten Ende für einen Post, damit ich wenigstens irgendeine Art und Weise habe, zumindest einen Teil von dem Chaos, das gerade in mir stattfindet, rauszulausen. Und jetzt fühlt es sich eher bedrückend als erleichternd an, das Alles hier zu schreiben, weil irgendwie, naja, fehlen mir halt die Worte. 

Aber okay, 
everything's gonna be alright