Seit Tagen schwirren unzählige Gedanken in meinem Kopf herum, drehen ihre unzähligen Kreise und rauben mir jegliche Konzentration. Mir passieren immer mehr Missgeschicke, ich bekomme immer häufiger Angstzustände und Panikattacken und weiß weder ein noch aus. Es sind so viele undefinierbare und unerklärliche Gedanken aufgekommen, dass ich mich benebelt fühle von all dem aufwühlenden Chaos in meinem Inneren. Ich blicke gerade aus, schaue sowohl nach links als auch nach rechts und kann doch nichts sehen. Schlage mir erst gestern die Tür gegen meinen Wangenknochen, weil ich vergessen habe einen Schritt zurückzutreten, bevor ich beginne -gewöhnungsmäßig schnell- die Tür zu schließen, und durchlebe jeden Morgen das Gefühl, als würde ich in der Dusche ertrinken. Vergesse für mehrere Augrnblicke wie man atmet und verfange mich so sehr in dem Gedanken, dass ich zum Teil das Wasser abstellen oder aus der Dusche steigen muss. Um mich herum wirkt auf einmal alles beklemmend, während sich in mir drin gedanklich alle Grenzen aufzulösen scheinen. Doch trotz dieser Unendlichkeit bleibt mir eine Frage präsent vor den Augen -
Sollte ich wirklich wieder professionelle Hilfe suchen?
Ich fühle mich ratlos, denke an damals zurück und versuche mir einzureden, dass es wahrscheinlich keinen Grund zur Sorge gibt und ich bloß überreagiere. Aber eigentlich weiß ich, dass das nicht stimmt. Ich merke, dass etwas anders ist, wiedermal.
Und heute war ein Moment aufgekommen, an dem ich das erste Mal nach all den Tagen gespürt habe, dass ich das nicht mehr lange aushalten werden. Es ist nicht wie damals. Und gerade das macht mir Angst. Nicht, weil es schlimmer ist, das ist im Grunde genommen nicht einmal zu vergleichen, aber die Tatsache, dass ich mich nicht selber aus dieser Situation herausholen kann, treibt mich nahezu in den Wahnsinn.
Ich habe niemanden zum reden und ich weiß auch nicht, wie ich damit umgehen soll.
Soll ich es überhaupt erzählen? Und wenn ja, muss ich dann alles erzählrn?
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