29 Januar 2016

Ich frage mich die ganze Zeit, ob die Mitteilungen meines Arztes vor einigen Stunden ein weiteres Symptom für meine Befürchtungen darstellen, ein weiteres Problem aufgekommen oder alles ein Zufall ist. 
Ich ruhe mich etwa zwei Stunden aus, die Schmerzen sind weg und ich widme mich wieder dem Lernstoff, bis plötzlich wieder dieses komische Gefühl aufkommt. Mir wird schwindelig, nicht so sehr wie es sonst der Fall aber trotz allem deutlich spürbar, und ich greife zu einem Schmierblatt um schnell alles zu notieren. Das beklemmende Gefühl von Unbehagen und Unwohlsein breitet sich wieder in mir aus. Mir scheinen ein paar Sekunden zu fehlen und auf einmal merke ich, wie ich mir unwissentlich die Haare aus dem Gesicht streiche und eine Hand auf der Stelle meines Herzens liegt. 
Was zur Hölle ist gerade passiert? 
Ich habe Angst. Ist das alles schlimmer als gedacht und stimmt wirklich etwas nicht? Ich frage mich, ob das der Punkt ist, an dem das Herz zu viel durchgemacht hat und sich deswegen diese Erscheinungen offenbaren oder ob ich tatsächlich krank bin. Für einen Moment kommt der Gedanke auf, meine Mutter anzurufen und ihr zu erzählen was passiert ist, aber ich will sie nicht unnötig beunruhigen. Denn was solls,

everything's gonna be alright,
es interessiert ja doch niemanden

26 Januar 2016

Zu wenig Schlaf, zu viel zutun und viel zu viele Gedanken, die es auszublenden gilt.
Seit Tagen schwirren unzählige Gedanken in meinem Kopf herum, drehen ihre unzähligen Kreise und rauben mir jegliche Konzentration. Mir passieren immer mehr Missgeschicke, ich bekomme immer häufiger Angstzustände und Panikattacken und weiß weder ein noch aus. Es sind so viele undefinierbare und unerklärliche Gedanken aufgekommen, dass ich mich benebelt fühle von all dem aufwühlenden Chaos in meinem Inneren. Ich blicke gerade aus, schaue sowohl nach links als auch nach rechts und kann doch nichts sehen. Schlage mir erst gestern die Tür gegen meinen Wangenknochen, weil ich vergessen habe einen Schritt zurückzutreten, bevor ich beginne -gewöhnungsmäßig schnell- die Tür zu schließen, und durchlebe jeden Morgen das Gefühl, als würde ich in der Dusche ertrinken. Vergesse für mehrere Augrnblicke wie man atmet und verfange mich so sehr in dem Gedanken, dass ich zum Teil das Wasser abstellen oder aus der Dusche steigen muss. Um mich herum wirkt auf einmal alles beklemmend, während sich in mir drin gedanklich alle Grenzen aufzulösen scheinen. Doch trotz dieser Unendlichkeit bleibt mir eine Frage präsent vor den Augen - 
Sollte ich wirklich wieder professionelle Hilfe suchen?  

Ich fühle mich ratlos, denke an damals zurück und versuche mir einzureden, dass es wahrscheinlich keinen Grund zur Sorge gibt und ich bloß überreagiere. Aber eigentlich weiß ich, dass das nicht stimmt. Ich merke, dass etwas anders ist, wiedermal. 
Und heute war ein Moment aufgekommen, an dem ich das erste Mal nach all den Tagen gespürt habe, dass ich das nicht mehr lange aushalten werden. Es ist nicht wie damals. Und gerade das macht mir Angst. Nicht, weil es schlimmer ist, das ist im Grunde genommen nicht einmal zu vergleichen, aber die Tatsache, dass ich mich nicht selber aus dieser Situation herausholen kann, treibt mich nahezu in den Wahnsinn.

Ich habe niemanden zum reden und ich weiß auch nicht, wie ich damit umgehen soll. 
Soll ich es überhaupt erzählen? Und wenn ja, muss ich dann alles erzählrn? 

16 Januar 2016

Ich bin gefüllt mit so vielen Gedanken und Gefühlen, dass mir schon fast gar nichts anderes mehr einfällt außer "Mir fehlen die Worte". Und irgendwie beschreibt es das komischerweise ganz gut.

Mir fehlen die Worte zu erklären, wieso er mir immer noch so wichtig zu sein scheint, selbst nach fast 4 Jahren. 
Mir fehlen die Worte auszudrücken, wie alleine und kraftlos ich mich fühle.
Mir fehlen die Worte zu verdeutlichen, dass ich das alles eigentlich gar nicht mehr kann und wie sehr mich der innerliche Druck zerstört.

Seltsamerweise habe ich allerdings genug Worte dafür, mir einzureden, dass das schon irgendwann alles gut wird. Vielleicht ist es der innere Optimismus, den ich über Jahre mühsam entwickelt habe, oder aber auch nur die bloße Tatsache, dass ich über all das zwar bescheid weiß, aber es mir nicht eingestehen will, aus dem einfachen Grund, dass mir die Worte dafür fehlen, es zu erklären. 

Seit Tagen suche ich nach dem richtigen Anfang und einem geeigneten Ende für einen Post, damit ich wenigstens irgendeine Art und Weise habe, zumindest einen Teil von dem Chaos, das gerade in mir stattfindet, rauszulausen. Und jetzt fühlt es sich eher bedrückend als erleichternd an, das Alles hier zu schreiben, weil irgendwie, naja, fehlen mir halt die Worte. 

Aber okay, 
everything's gonna be alright