ich spüre die aufregung in mir, ich stelle mir vor, gemeinsam mit ihm dort zu stehen und den rest des lebens miteinander zu verbringen. ich stelle mir gemütliche abende vor, tanzveranstaltungen, familienfeste, unsere hochzeit.
ich betrete das gebäude, gehe geradeaus auf das restaurant zu und werfe ein blick in den saal, der rechts neben dem korridor liegt. ich blende die menschen aus, die darin platz genommen haben. ich sehe mich im hochzeitskleid, ich sehe uns tanzen und viele freunde und angehörige klatschen. ich spüre das gefühl von glücklichkeit und geborgenheit in mir. so bescheuert es klingen mag, ich fühlte mich lebenswert und geliebt. ich fühlte nach so langer zeit hoffnung in mir, die ich lange aufgegeben hatte. ich fühlte die anwesenheit einer so großen liebe, wie ich sie mir bisher nur vorzustellen gewagt hatte.
ich lächle den mann an, der uns freundlich begrüßt und betrete das restaurant.
ja, hier könnte ich vielleicht zuhause sein.
26 Dezember 2014
24 Dezember 2014
still liege ich da, spüre die kreise die das wasser zieht seicht auf meiner haut. meine augen brennen, mein körper zittert. die stille erfüllt meinen geist, ich fahre mir übers gesicht und achte auf geräusche, die das wasser erzeugt. ich atme ruhig und habe das gefühl, ganz woanders zu sein. ich schalte die musik ein und verliere mich. verliere mich in seiner stimme, die mich so sehr berührt und soeben die stille durchdringt.
11 Dezember 2014
es fühlt sich komisch an und ich kann es nicht beschreiben. ich weiß nicht wirklich was los ist aber doch stehe ich den tränen nah. immer öfter ziehe ich mich in mein zimmer zurück, lege mich ins bett und zwinge mich dazu, die tränen zurückzuhalten. tag für tag geht das so, nie hört es auf.
ich dachte, vielleicht wird alles gut. ich dachte wirklich, dass es besser werden und es vorallem mir besser gehen könnte. aber ich scheine mich getäuscht zu haben. ich verstecke mich hinter der eisernen maske, die mein herz verschließt als existiere es garnicht.
ich falle in alte muster zurück, und sehe, wie wenig wert ich für die menschen in meiner umgebung bin. und das tut weh. so höllisch weh, dass ich all die gefühle, die mich zu erdrücken wagen, wegsperre hinter die maske, um mich nicht mit ihnen auseinandersetzen zu müssen.
ich weiß, das ist falsch. aber ich weiß keinen anderen weg hier raus.
09 Dezember 2014
meine hand fängt an zu zittern, mein magen dreht sich im kreis und meine augen füllen sich mit tränen. ich lege ohne ein wort auf, höre nur noch die fragen vom gesprächspartner bevor der anruf beendet ist. die tränen laufen über meine wangen, ich vergrabe mein gesicht in meinen händen. ich weiß nicht was los ist, aber aufeinmal bricht alles aus mir heraus.
am liebsten will ich mich in mein bett verkriechen und nie wieder irgendeinen menschen sehen geschweige denn mit jemandem reden.
ich fühl mich schwach und krank, laufe von arzt zum krankenhaus und wieder zurück, und das tag für tag. schlafe ein mit schmerzen und wache mit ihnen wieder auf. niemand da, der mir hilft. niemand da, der für mich da ist.
es wird immer schwerer, so zu tun als wär nichts, die kontrolle zu behalten, über das was ich tue und sage. und ich habe angst, wieder in die schule zu gehen.
es ist alles ein albtraum. ein riesen großer albtraum, der sich leben nennt.
am liebsten will ich mich in mein bett verkriechen und nie wieder irgendeinen menschen sehen geschweige denn mit jemandem reden.
ich fühl mich schwach und krank, laufe von arzt zum krankenhaus und wieder zurück, und das tag für tag. schlafe ein mit schmerzen und wache mit ihnen wieder auf. niemand da, der mir hilft. niemand da, der für mich da ist.
es wird immer schwerer, so zu tun als wär nichts, die kontrolle zu behalten, über das was ich tue und sage. und ich habe angst, wieder in die schule zu gehen.
es ist alles ein albtraum. ein riesen großer albtraum, der sich leben nennt.
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