in letzter zeit merke ich, wie alleine ich bin. natürlich habe ich die gewissen freunde, die ich schon ewigkeiten kenne oder die, bei denen es sich von anfang an wie eine ewigkeit angefühlt hat. aber viele sind weg, weit weg, oder sehen mich nur als 'nebenperson'. ich will nicht sagen, dass ich ihnen nicht wichtig bin, dafür ertragen sie mich schon zulange. es ist bloß einfach so, dass jeder von ihnen einen gewissen menschen hat oder mehrere, die alles für sie sind. sei es eine andere freundin, ein freund, die mutter, der vater oder jegliches in der art. und ich? halte mich an all denen fest, die sich an etwas anderes festhalten.
ich kämpfe für sie, damit sie glücklich sind. für alle. für F übers internet, solange sie noch weg ist, für D im herzen, auch wenn sie mir nichtmal mehr schreibt. für B mit meinen gedanken, auch wenn er sich vielleicht nicht mal mehr an mich erinnert. ich kämpfe für so viele, auch wenn es nicht so erscheint. meine gedanken kreisen sich um all die menschen, und ich opfere jede freie minute für die schule um wenigstens etwas auf die reihe zu kriegen. aber nicht einmal das gelingt mir.
ich merke, wie schwach ich werde. so viele leute schreiben mir "du kannst sagen, dass es dir gut geht, aber man merkt, dass es dir extrem scheiße geht". ich könnte es nicht mal mehr an den fingern abzählen, wie oft dieser satz in dieser woche schon kam. selbst mein vater hat mich heute plötzlich gefragt, ob alles okay ist. nur weil ich mich einen moment nicht unter kontrolle hatte. und dann bin ich eingeschlafen.
ich kann nicht mehr klar reden, bringe oft dinge durcheinander. ich wiederhole mich mit dem was ich sage, lasse gegenstände fallen weil sie mir schon nach einem kurzen augenblick zu schwer werden. blitzartig wird mir häufiger schwindelig und ich sehe für einen moment lang nichts. ich halte mich an dem nächstgelegenen gegenstand fest, und tue so als wäre nichts. ich versuche normal zu essen, aber klappen tut das nicht. nichts klappt im moment. nichts funktioniert wie ich es mir erhoffe, egal wie sehr ich mich anstrenge.
das schlimmste für mich ist aber, dass es den anderen nicht gut geht. dass ich nicht genug helfen kann, und mir die kräfte dafür ausgehen. aber das sage ich nicht. und ich versuche auch, es nicht zu zeigen. denn es liegt mir nichts mehr am herzen, als ihnen zu helfen. weil sie ja schließlich der halt für mich sind. und wenn sie ihren halt verlieren, woran soll ich mich dann festhalten?
selbst wenn ich das tue, was anderen hilft, bin ich egoistisch. ich wünschte, ich könnte mein leben abgeben, damit ich mich nicht mehr ertragen muss