23 Februar 2014

jeden abend dieses gefühl, meinen ganzen mageninhalt zu erbrechen. jede nacht diese albträume, von denen ich schweißgebadet aufschrecke. jedes mal das selbe komische gefühl, all das nie wieder loszuwerden. mit kopfschmerzen taumel ich durch das haus, schon nach ein paar schritten muss ich mich irgendwo festhalten. ich erzähle es niemandem, und niemand fragt nach. ich frage mich, was sie sagen würden, wenn ich von meinen träumen erzählen würde. ich frage mich, was ein arzt dazu sagen würde. mir erscheinen diese träume nicht mehr zufällig, aber lieber träume ich weiter und verzichte auf schlaf, als dass ich mit jemandem ernsthaft darüber rede. wen würde das schon interessieren? es sind ja doch nur träume.

es geht mir nicht gut. und ich wünschte, ich hätte jemanden in meinem leben, der das ändern würde. jemanden, der nur für mich lebt. jemanden, der mir zeigt, dass es sich lohnt zu leben. jemanden, für den ich leben kann. aber ich erwarte nicht, dass es passiert, dass so jemand auftritt, nur damit ich einen sinn im leben finde. schließlich habe ich genug von dem, was anderen menschen zum überleben fehlt. essen, ein haus, trinken, medizin, und noch vieles mehr. ich versuche mir diese dinge vor die augen zu führen immer wenn es mir schlecht geht. damit ich aufhöre rumzujammern. damit ich endlich mal merke, dass das rein garnichts ist, was ich durchmache. aber das klappt nicht immer. und das hasse ich.


i'm not



18 Februar 2014

everything is fine, but i wish i was dead

ich verliere alle, die ich liebe. "[...] und wenn ich dir nicht helfen kann, weiß ich einfach nicht, was ich dir sonst bieten kann ..."
wieder so ein satz. damals kam er von K. 
warum verstehen all die menschen nicht, auch wenn es nicht außerordentlich viele sind, dass sie mir das liebste auf der welt sind und das, was mich am leben hält? warum merken sie nicht, wie sehr ich sie brauche auch wenn ich sie nicht um hilfe bitte und oft nicht alles erzähle? wieso denken sie immer, dass sie mir nicht wichtig genug sind, wobei sie doch das einzige sind, was ich brauche? 

K, ich wünschte ich könnte mit dir reden. auf deinem bett sitzen, stundenlang, und dir beim klavier spielen zuhören. in deinen armen weinen, wie damals. in deinen armen einschlafen, mit dir lachen, traurig sein, und die ganze nacht über schreiben egal wie spät es ist, nur weil ich angst habe vor dem einschlafen. wie gerne würde ich dich umarmen, deine nähe wieder spüren und dir erzählen, was du alles für mich warst und bist. 
so viele taten anderer leute erinnern mich an dich, und es tut jedes mal weh, wenn ich dich sehe. der kurze augenkontakt, und das stille aneinander vorbeigehen, obwohl ich jedes mal am liebsten zusammenbrechen würde. jedes mal wenn du mich ansiehst, fangen meine knie an zu zittern und mein herz bleibt für einen augenblick stehen. alles, was wir durchgemacht und erlebt haben, spielt sich in gefühlen in mir ab, und ich sehe alles verschwommen. ich schaue weg, um nicht in tränen auszubrechen. auch wenn ich dir am liebsten stundenlang in deine augen schauen würde um mich in ihnen zu verlieren. 
comptine d'un autre été - jedes mal denke ich an dich, jedes mal fließt eine träne für dich 


ich bin froh, dass du glücklich bist, mit ihr; und ich wünschte, ich könnte es dir persönlich sagen
sometimes it lasts in love, but sometimes it hurts instead

16 Februar 2014

in letzter zeit merke ich, wie alleine ich bin. natürlich habe ich die gewissen freunde, die ich schon ewigkeiten kenne oder die, bei denen es sich von anfang an wie eine ewigkeit angefühlt hat. aber viele sind weg, weit weg, oder sehen mich nur als 'nebenperson'. ich will nicht sagen, dass ich ihnen nicht wichtig bin, dafür ertragen sie mich schon zulange. es ist bloß einfach so, dass jeder von ihnen einen gewissen menschen hat oder mehrere, die alles für sie sind. sei es eine andere freundin, ein freund, die mutter, der vater oder jegliches in der art. und ich? halte mich an all denen fest, die sich an etwas anderes festhalten.
ich kämpfe für sie, damit sie glücklich sind. für alle. für F übers internet, solange sie noch weg ist, für D im herzen, auch wenn sie mir nichtmal mehr schreibt. für B mit meinen gedanken, auch wenn er sich vielleicht nicht mal mehr an mich erinnert. ich kämpfe für so viele, auch wenn es nicht so erscheint. meine gedanken kreisen sich um all die menschen, und ich opfere jede freie minute für die schule um wenigstens etwas auf die reihe zu kriegen. aber nicht einmal das gelingt mir. 
ich merke, wie schwach ich werde. so viele leute schreiben mir "du kannst sagen, dass es dir gut geht, aber man merkt, dass es dir extrem scheiße geht". ich könnte es nicht mal mehr an den fingern abzählen, wie oft dieser satz in dieser woche schon kam. selbst mein vater hat mich heute plötzlich gefragt, ob alles okay ist. nur weil ich mich einen moment nicht unter kontrolle hatte. und dann bin ich eingeschlafen. 
ich kann nicht mehr klar reden, bringe oft dinge durcheinander. ich wiederhole mich mit dem was ich sage, lasse gegenstände fallen weil sie mir schon nach einem kurzen augenblick zu schwer werden. blitzartig wird mir häufiger schwindelig und ich sehe für einen moment lang nichts. ich halte mich an dem nächstgelegenen gegenstand fest, und tue so als wäre nichts. ich versuche normal zu essen, aber klappen tut das nicht. nichts klappt im moment. nichts funktioniert wie ich es mir erhoffe, egal wie sehr ich mich anstrenge. 
das schlimmste für mich ist aber, dass es den anderen nicht gut geht. dass ich nicht genug helfen kann, und mir die kräfte dafür ausgehen. aber das sage ich nicht. und ich versuche auch, es nicht zu zeigen. denn es liegt mir nichts mehr am herzen, als ihnen zu helfen. weil sie ja schließlich der halt für mich sind. und wenn sie ihren halt verlieren, woran soll ich mich dann festhalten?

selbst wenn ich das tue, was anderen hilft, bin ich egoistisch. ich wünschte, ich könnte mein leben abgeben, damit ich mich nicht mehr ertragen muss