16 Oktober 2014

letztendlich schaffe ich es immer wieder, mich in die vergangenheit zurückzuziehen. und am ende sitze ich dann da, mit tränengefüllten augen und würde mich am liebsten erschießen. der schmerz ist so unglaublich groß, und anstatt dass ich einfach mal loslasse, halte ich an allem fest und reiße die wunden immer wieder erneut auf.
ich fühle mich alleine, und ich habe niemandem zum reden. und ich weiß auch nicht, wie ich das alles jetzt schaffen soll.
1 woche alleine im krankenhaus, ohne dass dort jemand ist, der mich besucht geschweige denn sich für mich interessiert. am liebsten möchte ich weg, jetzt sofort und nie wieder kommen.

es wird wieder schlimmer. ich habe angst vor der nächsten minute weil ich aufhören will, so abhängig von der zeit und dem leben zu sein. ich komme nicht mehr hinterher und suche die pausetaste, aber es gibt sie nicht und so drehe ich mich endlos im kreis und lande schließlich auf dem gleichen punkt, an dem ich schon immer gewesen bin. trotz so vieler umdrehungen und bemühungen hat sich nichts geändert. und das wird es auch nie.

mein leben ist ein teufelskreis.

und ich komme nicht raus.

01 Oktober 2014

Man sitzt da und weint, und man kann nicht aufhören, egal wie sehr man versucht, sich zusammenzureißen. die augen brennen und man weiß eigentlich garnicht, wieso man aufeinmal so sehr weinen muss. aber es kommt einfach, die tränen laufen und es hört nicht mehr auf.
keiner da, der einen hält, keiner da, der einem zuhört.
Man weiß nicht, ob man sitzen liegen oder stehen soll, ob es besser ist, alles rauszulassen oder sich zusammenzureißen und man traut sich auch nicht, irgendjemandem zu schreiben. die gedanken häufen sich und irgendwann merkt man, dass man eigentlich komplett alleine dasteht, und fragt sich, ob genau das der grund ist, warum man auf einmal weint.

Und ich sitze da und stehe ständig auf, laufe herum und versuche mich zu beruhigen, aber es geht einfach nicht. egal was ich tue, es bringt nichts, und immer wieder ende ich da, wo es angefangen hat. und je mehr ich nachdenke, über das, was er geschrieben hat, desto mehr wird mir klar, dass genau das der grund ist, weshalb ich weine.

Ein vater, der einen nicht liebt. ein vater, dem alles andere wichtiger ist als seine eigene tochter. der aufhört zu fragen, wie es ihr geht, weil er sie schon aufgegeben hat. der ihre krankheit übersieht und sie nur im krankenhaus besucht, weil er es muss, da sie sonst niemanden hat.
Dabei will ich das garnicht. ich will keinen besuch von einem mann, dem ich egal bin obwohl er der ist, der mich eigentlich lieben sollte. ich will nicht in falscher gesellschaft sein, egal wie sehr es schmerzt alleine zu sein. ich will nicht, dass sie ihn anrufen, wenn ich aus der narkose aufwache, damit er kommt, nur weil ich sonst niemanden habe. ich will das alles nicht. weil er mich auch nicht will.