Man sitzt da und weint, und man kann nicht aufhören, egal wie sehr man versucht, sich zusammenzureißen. die augen brennen und man weiß eigentlich garnicht, wieso man aufeinmal so sehr weinen muss. aber es kommt einfach, die tränen laufen und es hört nicht mehr auf.
keiner da, der einen hält, keiner da, der einem zuhört.
Man weiß nicht, ob man sitzen liegen oder stehen soll, ob es besser ist, alles rauszulassen oder sich zusammenzureißen und man traut sich auch nicht, irgendjemandem zu schreiben. die gedanken häufen sich und irgendwann merkt man, dass man eigentlich komplett alleine dasteht, und fragt sich, ob genau das der grund ist, warum man auf einmal weint.
Und ich sitze da und stehe ständig auf, laufe herum und versuche mich zu beruhigen, aber es geht einfach nicht. egal was ich tue, es bringt nichts, und immer wieder ende ich da, wo es angefangen hat. und je mehr ich nachdenke, über das, was er geschrieben hat, desto mehr wird mir klar, dass genau das der grund ist, weshalb ich weine.
Ein vater, der einen nicht liebt. ein vater, dem alles andere wichtiger ist als seine eigene tochter. der aufhört zu fragen, wie es ihr geht, weil er sie schon aufgegeben hat. der ihre krankheit übersieht und sie nur im krankenhaus besucht, weil er es muss, da sie sonst niemanden hat.
Dabei will ich das garnicht. ich will keinen besuch von einem mann, dem ich egal bin obwohl er der ist, der mich eigentlich lieben sollte. ich will nicht in falscher gesellschaft sein, egal wie sehr es schmerzt alleine zu sein. ich will nicht, dass sie ihn anrufen, wenn ich aus der narkose aufwache, damit er kommt, nur weil ich sonst niemanden habe. ich will das alles nicht. weil er mich auch nicht will.
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