"Langsam vergisst man, was es heißt zu leben. Man vergisst Dinge. Man vergisst, das man sich früher einmal ganz gut gefühlt hat, weil man sich im Hier und Jetzt einfach ständig beschissen fühlt und man sich nicht mehr erinnern kann, wie es vorher war."
"[...] Wenn es einem schließlich besser geht, fühlt sich Gesundheit falsch an, sie macht einen verrückt, sie verwirrt einen. Also wird man wieder krank, denn mit Kranksein kennt man sich aus."
- Alice im Hungerland
das beschreibt so ziemlich alles
06 Januar 2014
05 Januar 2014
ich bin unzufrieden mit meinem leben, mit mir selber, mit dem was ich tue und mit dem was dabei rauskommt. und immer wieder nehme ich mir vor, all das zu ändern. das zu tun, was ich möchte, das zu erreichen, was ich haben will, so zu sein wie ich es mir immer vorstelle und ein leben zu führen, wie es in filmen zu sehen ist. aber das ist genau wie mit den neujahrsvorsätzen. man stellt sich im grunde immer wieder die gleichen, formuliert sie jahr für jahr um, nur um sich selber etwas vorzumachen und dann auch noch darauf reinzufallen. wie oft erfüllt man sich selber seine vorsätze und steht am 31. dezember da und kann sich selber sagen "dieses jahr habe ich genau das geschafft"? mir ist das noch nie passiert, und ich habe schon lange aufgehört, überhaupt über vorsätze nachzudenken.
manchmal wünschte ich mir, ich könnte aufhören über all das nachzudenken und einfach leben, mit dem was ich habe, so wie ich bin, und in der welt, wie sie jetzt grade existiert. denn nach jedem film den ich sehe, jedem lied das ich höre, jeder person die ich neu treffe, denke ich mir "du musst dich ändern". ich würde es so gerne, würde gerne glücklich sein und vorallem zufrieden. ich fühle mich, als würde ich die ganze zeit auf ein wunder warten, von dem ich weiß, dass es nicht kommt aber ich die hoffnung daran noch nicht aufgegeben habe. und ich kann nicht sagen, ob das gut oder schlecht ist. denn die hoffnung verlieren, klingt für mich in keinster weise wie etwas gutes, aber auf etwas hoffen, was nicht passiert, klingt noch viel schrecklicher und dazu noch unglaublich verloren und einsam.
in letzter zeit ist das gefühl der einsamkeit verflogen, und ich sehe sie nur wie ein schatten, der auftaucht, wenn ein wenig sonne hervorkommt in form von geborgenheit oder sorglosigkeit, in einer vorsichtigen art und weise. aber ich fühle mich ebenso wenig lebendig wie tot. kein schmerz, keine trauer, keine tränen, kein echtes lachen, keine freude, keine ausstrahlung. nichts lebendiges. es ist, als wäre ich jemand, der gesteuert wird wie in einem computerspiel. als wäre ich ein mensch, der genau das bekommt wonach er verlangt, aber nicht das, was er sich von herzen wünscht. und zwar genau deshalb, weil er vorgibt jemand zu sein, der er nicht ist und dabei schon lange vergessen hat, wer er einst war. verschlossen vor der welt die vor ihm liegt, und mit der zeit, auch verschlossen vor sich selbst. in sich gekehrt und seelisch tot. eine wandelnde hülle. ein etwas, das lebt. aber nichts lebendiges.
"her heart was a secret garden and the walls were very high"
04 Januar 2014
Lieber M.,
ich weiß nicht wieso ich jetzt schreibe und wieso es so wehtut, dich auf Bildern zu sehen, denn eigentlich ist das mit uns Vergangenheit. Ich dachte ich hätte damit abgeschlossen, mit dem was zwischen uns war, mit dem, was uns verbunden hat, und mit unserer Liebe. Ich habe mich sogar gefragt, ob das überhaupt Liebe war. Wir konnten nicht mit und nicht ohne einander, haben es kaum ausgehalten zusammen zu sein, aber sobald wir getrennt waren, hat irgendwas gefehlt. Irgendwie tut es das heute noch. Ich kann nicht sagen, ob ich das, was war, zurückhaben möchte, das konnte ich auch damals nicht. "Damals".. So lange ist es eigentlich noch garnicht her. Und doch fühlt es sich an, wie eine Ewigkeit. Ich weiß, dass ich viele Fehler gemacht habe und manche davon sogar mehrmals, und dass ich zu oft mit mir selbst beschäftigt war. Das mit uns hat sich richtig angefühlt, aber es war immer der Gedanke da, dass es garnicht richtig sein kann. Wir haben entweder die unglaublich schönen Momente miteinander erlebt oder die unerklärlich schlechten, und das tut mir leid. Es hätte so schön werden können. Es hätte so anders werden können und unser Buch hätte noch tausend unbeschriebene Blätter, hätten wir, und hätte vorallem ich mich anders verhalten. Ich kann bis jetzt noch nicht sagen, ob ich mich nun ändern würde, ob es jetzt einen neuen Start, eine neue Geschichte und ein neues Ende geben könnte oder ob wir in die Gewohnheiten verfallen würden, die uns auseinander gebracht haben.
Ich könnte unendlich viele Wörter aneinanderreihen, und so schön sie auch klingen würden, so sinnvoll sie dann auch sein mögen, was ich wirklich will, kann ich dir wohl nie sagen. "Du hast keine Ahnung von der Liebe" hast du mir mal gesagt. Und ich glaube, du hast recht. Ich weiß so wenig von Liebe, weil ich durch die endlosen Enttäuschen und Vertrauensbrüche den Glauben daran verloren habe. Und ich denke, der Glaube an die Liebe ist genau das, was liebende Menschen in jeder noch so schwierigen Situation zusammenhält. Und anstatt festzuhalten, habe ich losgelassen.
Eine Entschuldigung erscheint mir nicht angebracht und ein Abschied ebenso wenig. Ich hoffe nur, dass ich dir nicht den Glauben an die Liebe genommen habe, denn das, mein lieber M., ist das schlimmste was dir passieren kann.
In Gedanken an Dich,
deine Alice
ich weiß nicht wieso ich jetzt schreibe und wieso es so wehtut, dich auf Bildern zu sehen, denn eigentlich ist das mit uns Vergangenheit. Ich dachte ich hätte damit abgeschlossen, mit dem was zwischen uns war, mit dem, was uns verbunden hat, und mit unserer Liebe. Ich habe mich sogar gefragt, ob das überhaupt Liebe war. Wir konnten nicht mit und nicht ohne einander, haben es kaum ausgehalten zusammen zu sein, aber sobald wir getrennt waren, hat irgendwas gefehlt. Irgendwie tut es das heute noch. Ich kann nicht sagen, ob ich das, was war, zurückhaben möchte, das konnte ich auch damals nicht. "Damals".. So lange ist es eigentlich noch garnicht her. Und doch fühlt es sich an, wie eine Ewigkeit. Ich weiß, dass ich viele Fehler gemacht habe und manche davon sogar mehrmals, und dass ich zu oft mit mir selbst beschäftigt war. Das mit uns hat sich richtig angefühlt, aber es war immer der Gedanke da, dass es garnicht richtig sein kann. Wir haben entweder die unglaublich schönen Momente miteinander erlebt oder die unerklärlich schlechten, und das tut mir leid. Es hätte so schön werden können. Es hätte so anders werden können und unser Buch hätte noch tausend unbeschriebene Blätter, hätten wir, und hätte vorallem ich mich anders verhalten. Ich kann bis jetzt noch nicht sagen, ob ich mich nun ändern würde, ob es jetzt einen neuen Start, eine neue Geschichte und ein neues Ende geben könnte oder ob wir in die Gewohnheiten verfallen würden, die uns auseinander gebracht haben.
Ich könnte unendlich viele Wörter aneinanderreihen, und so schön sie auch klingen würden, so sinnvoll sie dann auch sein mögen, was ich wirklich will, kann ich dir wohl nie sagen. "Du hast keine Ahnung von der Liebe" hast du mir mal gesagt. Und ich glaube, du hast recht. Ich weiß so wenig von Liebe, weil ich durch die endlosen Enttäuschen und Vertrauensbrüche den Glauben daran verloren habe. Und ich denke, der Glaube an die Liebe ist genau das, was liebende Menschen in jeder noch so schwierigen Situation zusammenhält. Und anstatt festzuhalten, habe ich losgelassen.
Eine Entschuldigung erscheint mir nicht angebracht und ein Abschied ebenso wenig. Ich hoffe nur, dass ich dir nicht den Glauben an die Liebe genommen habe, denn das, mein lieber M., ist das schlimmste was dir passieren kann.
In Gedanken an Dich,
deine Alice
03 Januar 2014
ich verstehe mich selber manchmal nicht, wieso ich abhängig bin von der zahl der follower, wieso ich abhängig davon bin, was andere von mir halten und was sie über mich sagen, und wieso ich weiterhin so bin wie ich bin, wenn ich mich doch selber nicht ertrage. jeden tag denke ich darüber nach, während ich mich so benehme, wie ich es grade nicht tun sollte. hasse mich für meine handlungen und aussagen, aber ändere nichts an ihnen. ich denke lange vorher drüber nach, aber tue es letzendlich doch genau so wie ich es nicht hätte tun sollen. und irgendwie kriege ich es nicht auf die reihe, was daran zu ändern. und ich weiß nicht wieso.
ich habe auch immer wieder angst, dass bekannte, leute die ich kenne, das alles hier lesen oder noch viel mehr. aber im grunde genommen soll es mir egal sein. falls jetzt jemand hier mitliest und sich angesprochen fühlt:
ich mitleid mit dir, dass du anscheinend so ein unglaublich demütigendes leben hast und so alleine bist und dich unglaublich cool fühlst, dass du jetzt sogar mein leben mitverfolgst und meinst, mit dem wissen was du hierraus ziehst und mit den sätzen, die du hier liest, könntest du angeben, würdest du alle meine geheimnisse wissen oder sonstiges.
fakt ist, dass in 3 tagen die schule wieder anfängt und meine motivation sowie meine vorfreude auf die leute bei minus unendlich erstreckend in die ewigkeit liegt. ich wünschte, man könnte sich unsichtbar machen und vor den durchbohrenden blicken der menschen schützen. im unterricht sitzen ohne sich gedanken darüber machen zu müssen, wer einen gerade anstarrt oder was über einen getuschelt wird. einen schultag zu haben, an dem man nicht permanent darauf achten muss, was man sagt, tut oder dass man perfekt aussieht. ich hasse das. die schule an sich ist nicht das, was ich so sehr hasse. ich finde bloß diese ganzen menschen so unerträglich.
ich habe auch immer wieder angst, dass bekannte, leute die ich kenne, das alles hier lesen oder noch viel mehr. aber im grunde genommen soll es mir egal sein. falls jetzt jemand hier mitliest und sich angesprochen fühlt:
ich mitleid mit dir, dass du anscheinend so ein unglaublich demütigendes leben hast und so alleine bist und dich unglaublich cool fühlst, dass du jetzt sogar mein leben mitverfolgst und meinst, mit dem wissen was du hierraus ziehst und mit den sätzen, die du hier liest, könntest du angeben, würdest du alle meine geheimnisse wissen oder sonstiges.
fakt ist, dass in 3 tagen die schule wieder anfängt und meine motivation sowie meine vorfreude auf die leute bei minus unendlich erstreckend in die ewigkeit liegt. ich wünschte, man könnte sich unsichtbar machen und vor den durchbohrenden blicken der menschen schützen. im unterricht sitzen ohne sich gedanken darüber machen zu müssen, wer einen gerade anstarrt oder was über einen getuschelt wird. einen schultag zu haben, an dem man nicht permanent darauf achten muss, was man sagt, tut oder dass man perfekt aussieht. ich hasse das. die schule an sich ist nicht das, was ich so sehr hasse. ich finde bloß diese ganzen menschen so unerträglich.
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