16 August 2017

Es ist verrückt. Mir fällt nichts anderes ein als zu sagen: Es ist verrückt. 
Egal wie schlecht ich mich fühle und egal wie sehr mein Herz schmerzt, auf irgendeine, mir unbekannte Art und Weise, schaffst Du es immer wieder, mir ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Ohne große Worte, ohne auch nur eine Bewegung, machst du mich so glücklich, wie ich es lange nicht mehr erlebt habe. Ich möchte beinahe sagen, dass ich zum ersten Mal seit vielen vielen Jahren wieder spüre, wie es ist, glücklich zu sein. Ich habe das Gefühl, mich auf Nichts und Niemanden verlassen zu müssen, stark zu sein als die Person, die ich bin, und Gutes zu tun. Wenn ich bei Dir bin, ist nichts wie es war. Und ich bekomme das ungewohnte Gefühl der Geborgenheit. All die Negativität scheint wie verweht, und dieses eigenartige Gefühl kommt auf, dass ich genug bin. Dass ich als die Person, die ich bin, genug bin. Es fällt mir schwer, nicht zu lächeln, wenn ich bei dir bin. Es fällt mir schwer, überhaupt an irgendwas zu denken, wenn ich bei dir bin. Und genau das fasziniert mich. Während ich sonst schlaflose Nächte erlebe, von jetzt auf gleich beginne zu weinen oder mich in unzählige Spaziergänge flüchte, um die negativen Gedanken zu vertreiben, kommen diese in deiner Gegenwart gar nicht erst auf. In meinem Kopf herrscht tatsächlich Ruhe. Und ich fühle mich so gelassen wie sonst nie. Die Energie, die du ausstrahlst, lässt mich in dieses unendlich schöne Gefühl der Geborgenheit versinken. Dein Lachen hat eine so starke Aura, dass ich allein bei dem Gedanken daran nicht aufhören kann zu lächeln. Ohne auch nur irgendetwas zu sagen, versetzt ein Blick von dir meinen Körper und meine Seele in einen Zustand der Harmonie, den ich ach so selten erlebe. Und mein Körper gibt sich deinen Berührungen hin als wäre es das Natürlichste auf der ganzen Welt. Wenn ich bei dir bin, kann nichts anderes denken als: Es ist verrückt. 
Es ist verrückt, wie viel Kraft Du als Mensch in dir trägst. Es ist verrückt, wie viel Kraft Du auf mich überträgst. Und es ist verrückt, wie sehr ich mir wünsche, dass dieses Gefühl nie vergeht.

30 Juli 2017

Ich habe mich schon lange nicht mehr so schrecklich gefühlt, wie ich es jetzt gerade tue. Und dabei habe ich noch die letzten Tage darüber nachgedacht, diesen Blog und viele weitere meiner Aktivitäten einzuschränken. Jetzt sitze ich hier und bin froh, dass ich wenigstens das Schreiben noch habe. Ich weiß seit Wochen nicht wo oben und unten ist, was richtig und was falsch, was ich sagen oder was ich tun soll. Gefühlt 5 Stunden am Tag verbringe ich damit, mir selbst einzureden, dass alles gut wird und dass ich durch einen Spaziergang, der oftmals mehrere Stunden beansprucht, bestimmt wieder einen klaren Gedanken fassen können werde. Aber letztendlich läuft es immer auf das Gleiche hinaus: Schuldgefühle und Rastlosigkeit. Ich werde den Gedanken, dass ich etwas falsch gemacht habe, einfach nie los. Die Schuldgefühle schlummern in jeder Ecke, kommen bei jedem Gedanken und jedem Satz, jeder Bewegung und jeder Aktivität auf. Erst vor einige Wochen saß ich meiner Therapeutin gegenüber und sie hat mir nicht geglaubt, dass es mir "ganz gut" geht. "Doch doch, wirklich", habe ich gesagt und ihr die Umstände erklärt, die mir ein relativ gutes Gefühl gegeben haben. Im Grunde genommen frage ich mich jetzt, ob ich es da schon hätte wissen müssen oder es eventuell sogar schon wusste. Die Antworten vom Fragebogen, die sie zu der Zeit vor sich liegen hatte, haben es schließlich ohnehin schon verraten. Es geht mir nicht gut. Nicht einmal ansatzweise. Bilde ich mir das alles denn immer nur ein? Versuche ich tatsächlich so krampfhaft, eine Veränderung hervorzurufen, die nicht passiert? Kann es mir überhaupt gut gehen?

Mein lieber S. Seit Stunden höre ich das bestimmte Stück von Tchaikovsky und die Tränen nehmen kein Ende. Zum Teil wegen dem Schmerz und dem Kummer, der in mir ruht, und zu einem viel größeren Teil wegen meiner Sehnsucht und meiner Schuld. Wie oft musst du abends dagesessen haben, verzweifelt und ungeachtet der schönen Dinge des Lebens und dich verloren gefühlt haben. Wie viele Morgen musst du verbracht haben, in denen du bereits vor dem Aufstehen die Hoffnung in den Tag verloren hast. Wie oft war die mit Alkohol gefüllte Glasflasche der Freund, der ich dir hätte sein können. Es tut mir leid. Es tut mir so leid, und noch viel viel mehr. Ich finde keine Worte, die meinen Schmerz ausdrücken und ich finde keinen Trost für deinen Verlust. Noch weniger finde ich Beschwichtigung für die Schuldgefühle, die ich seit jeher mit mir herum trage. Aber eigentlich mag ich sie. Ich liebe sie sogar. Weil sie mir zeigen, wie sehr ich dich liebe. Und wie sehr ich dich brauche. Und vor allem zeigen sie mir, dass der Schmerz echt ist. Und dass es nicht nur meiner, sondern auch deiner ist. "Geteiltes Leid ist halbes Leid", sagt man immer. Ich hoffe, dass es nicht zu spät ist, deine Leiden zu teilen. Du warst der erste, der meine Mutter darauf angesprochen hat, dass ich nicht mehr so viel lachen würde wie ich es sonst tue. Du warst derjenige, der mich immer so herzlich in den Arm genommen und mich geküsst hast, derjenige, von dem ich mich immer geliebt gefühlt habe. Und ich möchte dass du weißt, dass ich all das schätze. Mehr noch als je zuvor. Ich möchte, dass du weißt, dass ich dich nicht vergesse und auch heute noch deinen Schmerz teile. Ich möchte, dass du weißt, dass du mehr bist, als dein tragischer Tod. Und ich möchte, dass du weißt, dass ich dich liebe. So so sehr.

14 März 2017

Ich sitze in meiner Wohnung, bin umgeben von bedrückender Stille und bin ratlos. Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll. Ich versuche mich dazu zu bringen, etwas zu essen, zu tanzen oder mir irgendwas im Internet oder im Fernsehen anzuschauen. Aber nichts hilft. Nicht einmal mehr das tanzen. Warum bin ich so ratlos? Warum breitet sich das Gefühl, nichts zu können, immer mehr und immer mehr aus? Ich verstehe es nicht, kann es weder deuten noch unterdrücken.
Es ist schrecklich.
Es ist schrecklich, sich so zu fühlen, als würde man jede Sekunde zerspringen und dennoch eine Mauer zu haben, die es verhindert. Es ist schrecklich, von der einen auf die andere Sekunde in Tränen auszubrechen, nach Luft schnappen zu müssen und nicht einmal den Grund dafür zu kennen. Ich weiß, dass mir niemand helfen kann. Ich weiß, dass es an mir liegt. Aber ich weiß einfach nicht mehr, was ich tun soll.

Die ganze Arbeit, die ganze Anstrengung, die vor mir liegt, erdrückt mich schon jetzt. Ich traue mich nicht einmal mehr, irgendwas zu beginnen, weil ich weiß, dass ich es beenden muss. Ich fühle mich schrecklich. Ich will so vieles und kann doch nichts. Wieso? Wieso kann ich nicht einfach damit anfangen, irgendetwas zu tun und es genießen, ohne an hundert andere Dinge zu denken? Wieso kann ich nicht normal mit Stress umgehen, und mich trotzdem auf irgendetwas freuen? Wieso kann ich mich eigentlich im Allgemeinen nicht mehr freuen?

Wieso bin ich so?

22 Februar 2017

Oh Gott, ich halte das nicht aus

15 Februar 2017

Es hört einfach nicht auf, und ich weiß nicht mehr was ich tun soll.
Tag für Tag wache ich auf und fühle mich einfach nur schlecht. Dabei kann ich nicht einmal sagen, was sich schlecht anfühlt, denn eigentlich fühle ich nichts. Aber am liebsten möchte ich weinen, meine Wohnung nicht verlassen und den ganzen Tag auf meinem Bett liegen und hinaus in den Wald und in die Wolken starren.
Je näher der Abend kommt, desto schlimmer wird es. Das Lernpotenzial sinkt bis zu einem Nullpunkt und alles bricht über mich hinein. Was ist es, das mich so schlecht fühlen lässt? Normalerweise setze ich mich hin und überlege, was mein Problem ist, woher es kommt und wie ich es lösen kann. Aber jetzt ist das anders. Jetzt gibt es da kein Problem, und erst recht keine Lösung.

Alles schmerzt und die Tränen laufen mir über die Wangen und lassen meine Sicht verschwimmen. Ich möchte, dass jemand da ist und mich umarmt. Jetzt wo ich daran denke muss ich erst recht weinen, weil ich mich nicht einmal mehr daran entsinnen kann, wann mich jemand ernsthaft und herzlich in den Arm genommen hat. Ich bin einfach nur noch traurig. Und ich fühle mich alleine und das ist schrecklich. Ich habe vielleicht eine gute Nachricht, aber niemanden, dem ich sie erzählen kann. Es fällt mir immer schwerer, tatsächlich stark zu bleiben. Immer öfter merke ich, wie sehr ich mich in mir selbst verändere, auf eine seltsame Art und Weise. Ich kann Gedanken nicht mehr in Worte fassen, höre jemandem zu und vergesse im nächsten Augenblick bereits, was gesagt wurde. Ich fange an zu reden und halte plötzlich mitten im Satz inne, weil ich nicht mehr weiß, worüber ich gesprochen habe. Es ist schrecklich. Es ist so schrecklich, dass ich innerlich schreie. Ich schaue in den Spiegel und sehe, wie die Tränen über mein Gesicht laufen und ich versuche, leise zu sein, obwohl ich in meiner Wohnung ganz alleine bin. Ich verliere mich selbst. Und ich kann nichts mehr dagegen tun. Ich habe so lange gekämpft, so lange versucht stark zu bleiben, aber irgendwas in mir ist stärker. Und auch wenn ich nicht weiß, was es ist, führt es dazu, dass ich mich immer schlechter fühle. Und das ist unerträglich.

10 Januar 2017

Ich kann nicht schlafen, nicht essen, nicht denken. Ständig ist mir schlecht, immer häufiger wird mir schwarz vor Augen und in letzter Zeit kann ich oftmals nicht richtig sprechen.
Es tut so weh, zu wissen, dass man alleine ist. Und es ist umso unerträglicher, wenn ich daran denke, dass es allein meine Schuld ist. Ich habe Menschen hinter mir gelassen, weil ich dachte, es wäre besser. Weil ich es nicht mehr ausgehalten habe, sowohl die andere Person als auch mich leiden zu sehen und weil ich ernsthaft dachte, es wäre besser loszulassen als sich krampfhaft daran zu klammern. Und jetzt? Jetzt weine ich Tag für Tag und finde keinen Schlaf mehr in der Nacht. Seit einem halben Jahr kann ich nicht mehr schlafen und die Gedanken werden immer lauter, immer dominierender. Ich erzähle meiner Therapeutin nichts mehr. Ich behalte Dinge für mich, die mich auffressen und von denen ich befreit werden will. Aber ich habe es nicht verdient, und deshalb sage ich nichts. Es ist nur fair, dass ich jetzt diejenige bin, die leidet. Es ist nur fair, dass ich alleine bin. Denn schließlich bin ich es, die jeden alleine gelassen hat.

01 Januar 2017

Es fängt wieder an, und ich weiß weder woran es liegt noch was ich dagegen tun kann. Egal wie müde ich bin, sobald ich im Bett liege, meine Augen schließe oder trostlos an die Decke starre, weiß ich es: Heute werde ich nicht schlafen. Seit Wochen beginnt erneut das Leid, keine Ruhe mehr zu finden und sich von der einen zur anderen Seite zu drehen. Ungeahnte Ängste steigen in mir auf und in meinen Gedanken spielen sich Szenarien ab, von denen ich weiß, dass sie nicht mehr als eine Fantasie sind. Anstatt zu schlafen lenke ich mich um jeden Preis ab, dabei weiß ich nicht einmal wovon. Ich lese ein halbes Buch innerhalb kürzester Zeit, arbeite wie besessen an einem Projekt für die Uni, das eigentlich erst in ein paar Monaten fällig ist aber mir immerhin dabei hilft, nicht alleine mit meinen Gedanken zu sein. Manchmal stehe ich wieder auf, fange an zu tanzen um mich in der Mzsik zu verlieren oder sitze einfach nur da und höre dem Klang zu. Letzendlich sitze ich auf dem Boden, die Arme um meine Beine geschlungen, die ich an meinen Oberkörper heranziehe und den Kopf auf meinen Knien abgelegt. Und dann sitze ich da und höre die Musik und ohne es zu merken, hat die Leere mich umhüllt und ich weine. 
Wie lange soll das noch so weitergehen? Kann ich überhaupt glücklich sein?