20 März 2016

nach ewig langer zeit bin ich am weinen und ich habe angst davor, mich wieder einmal nicht beruhigen zu können. alles sprudelt in mir auf und mein mageninhalt dreht unaufhaltbare kreise. allein bei dem gedanken an morgen, an die 5 stündige zugfahrt, den von dunkelheit umhüllten bahnhof, die 30-minütige busfahrt und die abgedunkelte, unheimische wohnung möchte ich am liebsten schreien.
manchmal habe ich das gefühl, ich schaff das alles nicht mehr. und manchmal habe ich das gefühl, genau aus diesem grund noch mehr kämpfen zu müssen. doch egal welchen weg ich einschlage, es kommt mir vor als stehe ich immer wieder vor der selben verschlossenen tür. ich möchte anderen nicht zeigen, wie schwach ich bin, und wünsche mir trotz allem jemanden, der mich auffängt.
doch so jemanden habe ich nicht und so etwas möchte ich auch eigentlich niemandem antun
aber oh gott, 
ich weiß nicht mehr weiter

18 März 2016

ich liebe dich, mama
ich liebe dich so sehr

05 März 2016

mein Kopf fühlt sich an als würde er jede Minute in tausend Teile zerspringen, als würden all meine Sorgen und all die Angst von beiden Seiten gewaltsam auf mich eindrücken und alles was ich verspüre ist ein unerträglicher Druck. Mein Magen zieht sich zusammen und es fühlt sich an, als würde mein Herz vor Schmerz nur so zittern. Wie kannst du das tun? Mich so sehr vernachlässigen, dass ich das Gefühl habe, dass du nicht einmal ein Teil meines Lebens bist? Die Worte, die mir in jedem Augenblick gezeigt haben, wie wertlos ich für dich bin, wie unwichtig, hallen in meinem Kopf und verschwimmen mit all der Panik, die sich erneut in mir anbahnt. 

Du hast mir so oft gesagt, niemals das Wort immer zu verwenden, da es zu keinem Augenblick der hundertprozentigen Wahrheit entsprechen und ein darauf aufgebautes Argument eher entkräftigen als dramatisieren wird. Und alles was ich nun denke ist, dass du es vielleicht besser unterlassen hättest zu sagen, dass du immer für mich da bist, denn dies entspricht schon seit zu langer Zeit nicht mal ansatzweise der Wahrheit. 

Weißt du, du hast mir das Herz gebrochen, lange bevor irgendein Junge dazu die Chance hatte
you broke me 
and i can't fix myself anymore

03 März 2016

Ich liege im Bett, in dem ich das letzte Mal vor über einem halben Jahr lag. Es fühlt sich nicht an wie mein Bett, aber um ehrlich zu sein fühlt sich das ganze Haus nicht wie zuhause an und die ganze Stadt nicht wie mein Heimatsort. Je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr fühlt sich auch meine eigene Wohnung nicht wie zuhause an und obwohl ich weiß, dass ich bald erneut umziehen werde, werde ich das Gefühl nicht los, dass sich an der ganzen Sache nichts ändert.
Marya Hornbacher hatte recht als sie schrieb "Und wenn es einem besser geht, fühlt sich Gesundheit falsch an, sie macht einen verrückt, sie verwirrt einen. Also wird man wieder krank, denn mit dem Kranksein kennt man sich aus.", und ich bekomme das beklemmende Drücken im Magenbereich wenn ich mir ausmale, dass mich das Gefühl, nirgends zuhause zu sein, mein Leben lang begleiten wird.
Ich vermisse es zu schreiben und auch wenn meine Gedanken normalerweise ein einziges Chaosbündel aufweisen schreiben sich die Zeilen wie von selbst in meinem Kopf und ich muss sie schriftlich festhalten, damit ich sie nicht vergesse. Denn das ist das, was ich in letzter Zeit am meisten tue. 
Ich vergesse. 
Ich vergesse Handlungen, die ich wenige Minuten vorher verrichtet, Sätze, die ich vorab formuliert und Gefühle, die ich einst empfunden habe. Am meisten vergesse ich aber wer ich bin und ich muss beim verfassen der letzten 33 Buchstaben ernsthaft darüber nachdenken, ob ich das überhaupt jemals wusste. 
Ich weiß, dass sich etwas ändern muss. Immer wieder rufe ich mir die Worte von Mahatma Gandhi hervor, welcher einst sagte "Sei die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt" und ich scheine im ersten, ja sogar im zweiten und dritten Moment höchst motiviert, aber nach einiger Zeit verblassen all meine Ideen von einer Veränderung und alles was bleibt bin Ich und mein Leben.

irrecoverable - endgültig verloren