28 April 2015

ich höre auf zu essen, zu schlafen, zu leben. 
in mir breitet sich eine leere aus, die mir den schlaf raubt. der appetit aufs essen und aufs leben ist mir schon lange vergangen, und ich merke, wie ich mich von allem distanziere. nachts sitze ich wach, über den schreibtisch gebeugt, in gedanken vertieft. 
vor dem einschlafen liege ich da, verfolge wie sekunde um sekunde verstreicht und breche schließlich in tränen aus. wiege mich auf dem bett hin und her und versuche mir einzureden, dass alles gut wird, aber wenn ich nach wenigen stunden aufwache, nach schlechten träumen und mit schmerzendem herzen, weiß ich, dass alles so bleibt wie immer. 

ich verliere mich. das schwarze nichts unter mir bildet einen sog, dem ich langsam nachzugeben gedenke. denn das ist nicht das leben. da ist nichts, was mich hält. ich halte mich selbst. bis ich loslasse.

26 April 2015

i go crazy 'cause here isn't where i wanna be

ich habe mich noch nie so entschlossen gefühlt, etwas bestimmtes zu tun. noch nie war die entscheidung, endlich etwas zu verändern, so präsent wie jetzt. 

ich drehe mich im kreis, ich komme zu nichts und die tage verstreichen wie schmelzende butter im sonnenschein. die zeit läuft, die uhr tickt und trotzdem steht alles still. 5 becher kaffee sind zu meinem lebenselexier geworden und die nächte zum albtraum. ich schreie in mein kissen, ich wiege mich vor und zurück. stehe fünf mal auf, bis ich mich letzendlich gegen morgen ins bett lege und unter schmerzen einschlafe. meine gedanken kreisen, ich kann mich nicht konzentrieren und ich fange mitten in den abiturklausuren an zu weinen. 
die situationen geraten außer kontrolle und ich bin wie gelähmt. alles fühlt sich so schwer an, und dabei ist so viel zutun. die tränen laufen mir das gesicht runter, während ich verzweifelt versuche, mich zu beruhigen. letztendlich klappe ich zusammen, mit dem wunsch, dass mich endlich mal jemand erst nimmt. 
egal wer, egal wo, egal worum es geht - probleme werden abgetan wie ein schlechter scherz. es wird einmal kurz gelacht und danach nie wieder ein wort drüber verloren. 
ich sehe zu, wie alle anderen ihren weg gehen. sehe zu, wie sie sich gegenseitig helfen und tue mein bestmöglichstes, ihnen allen beizustehen und zu helfen. doch sobald es um mich geht steht alles still. ich weiß weder ein noch aus.
und wenn ich nicht bald gehe, dann falle ich. dabei weiß ich nicht einmal, wie tief ich überhaupt noch sinken kann.

08 April 2015

ich kann es nicht beschreiben. nichts von allem. nicht meine gefühle, nicht meine gedanken, nicht mein verhalten. aber es tut weh. oh gott, es tut so weh.