28 April 2015

ich höre auf zu essen, zu schlafen, zu leben. 
in mir breitet sich eine leere aus, die mir den schlaf raubt. der appetit aufs essen und aufs leben ist mir schon lange vergangen, und ich merke, wie ich mich von allem distanziere. nachts sitze ich wach, über den schreibtisch gebeugt, in gedanken vertieft. 
vor dem einschlafen liege ich da, verfolge wie sekunde um sekunde verstreicht und breche schließlich in tränen aus. wiege mich auf dem bett hin und her und versuche mir einzureden, dass alles gut wird, aber wenn ich nach wenigen stunden aufwache, nach schlechten träumen und mit schmerzendem herzen, weiß ich, dass alles so bleibt wie immer. 

ich verliere mich. das schwarze nichts unter mir bildet einen sog, dem ich langsam nachzugeben gedenke. denn das ist nicht das leben. da ist nichts, was mich hält. ich halte mich selbst. bis ich loslasse.

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