25 Mai 2015

diary, 24th of may

21:47

"Ich habe mich selten so allein, einsam und unverstanden gefühlt. Seit Wochen besteht mein Alltag darauf, zu lernen oder zu arbeiten oder rum zu sitzen und darauf zu warten, dass die Zeit verstreicht.
Das Problem ist dabei weniger das Problem selbst, sondern die Tatsache, dass es keine Lösung gibt.
Weder Musik hilft, noch Videos jeglicher Art oder die Planung vom Auszug. Im Gegenteil - alles, was mir dabei hilft, vom Problem abzulenken, macht es irgendwie schlimmer. Weil die Angst, für immer in diesem Teufelskreis gefangen zu bleiben, sekündlich wächst. 
Aber niemand ist da. Und alles wird schlimmer. 
Die Gedanken der schlaflosen Nächte schleichen sich in den Tag. Jeder lebt sein Leben - ohne mich. Und ich weiß nicht, wie lange das noch weitergehen soll. Und vorallem weiß ich nicht, wie lange ich das noch aushalte. 

Ich höre auf zu essen, kann nicht mehr schlafen, habe Schwindelanfälle, weine Tag und Nacht, habe Krämpfe und Schmerzen. 
Oftmals weiß ich nicht einmal, wieso. Es passiert einfach. Oder halt eben nicht. 
Nach der einfachen Appetitlosigkeit hat mich die Appetitlosigkeit aufs Leben getroffen. Und sie zieht und zerrt an mir, so dass mir alles weh tut. Nicht nur psychisch, sondern auch physisch gehen mir die Kräfte aus. 
Ich werde in ein schwarzes, dunkles Nichts gezogen. Stehe mir selbst gegenüber. Und so ist das Leben. Denn im Grunde genommen habe ich nichts. Mein Leben ist ein großes schwarzes Nichts. Und da bin nur ich. Ich und die Endlichkeit, die wie eine Unendlichkeit erscheint. 

Und mittlerweile scheint mir ein Rückfall und alles was er mit sich bringt der einzige Weg zu sein, zur Endlichkeit zurück zu kehren."

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen