09 Mai 2016

Es ist alles immer nur noch verschwommen, meine Gedanken sind ein einziges Durcheinander und meine Konzentration ist so schlecht wie nie zuvor. Ständig hallt mir das Lied durch den Kopf und immer öfter merke ich, wie jemand mit mir spricht und ich trotzdem nichts höre. Ich versuche mich zusammenzureißen, so wie ich es immer schon tue, aber in der letzten Zeit verliere ich mich selbst so sehr, dass ich mich wundern muss sobald ich plötzlich vor dem Universtitätsgebäude stehe, weil ich mich nicht einmal mehr an meinen Weg dorthin erinnern kann. 
Es fühlt sich irgendwie so leer an. Nichts ergibt mehr einen Sinn und ich lebe jeden Tag irgendwie vor mich aber sobald die Nacht einbricht kann ich nichts anderes tun als weinen. Es ist, als hätte ich das verloren, woran ich mich die ganze Zeit festgehalten hatte, was auch immer das gewesen sein mag. Es ist, als wäre alles irgendwie weg. Als wär die Welt nicht mehr so wie sie vor wenigen Minuten gewesen ist und als wäre Ich nicht mehr Ich. 
Mit verschränkten Beinen sitze ich auf dem Balkon, sehe zu wie die Sonne unter geht und die letzten Sonnenstrahlen durch die Baumwipfel hindurchscheinen. Ich höre die Vögel zwitschern, die Hummeln fliegen und spüre die kalte Brise auf meiner Haut. Es ist so friedlich und doch fühle ich mich, als würde ich jede Sekunde in Tränen ausbrechen.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter.
Es ist irgendwie alles zu viel und dabei kann ich nicht einmal definieren, was alles umschreibt.

Manchmal wünschte ich mir, jemand würde bei mir sein und mich umarmen, mir zuhören und mit mir reden, für mich da sein und mich lieben. 
Manchmal habe ich sogar die Hoffnung, dass es eines Tages passiert, vielleicht sogar in kürzerer Zeit.
Manchmal denke ich, alles ist wieder gut.
Aber halt nur manchmal.
Und manchmal ist nicht oft.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen