12 Januar 2015

mir scheint, jeder hat seinen platz in der welt gefunden, während ich noch immer da sitze und versuche den sinn des lebens zu verstehen. ich weiß weder ein noch aus und es gibt niemanden, der mich versteht. ich stehe alleine da und halte so lange den atem an, bis ich spüre, wie die welt sich dreht. ich werde erschlagen von gefühlen und versuche sie zu unterdrücken. ich lenke mich ab. ich versuche, mich an meinen träumen festzuhalten und so sehr dafür zu arbeiten, dass ich das leben vergessen. dass ich aufhöre, die realität wahrzunehmen und immerzu in meinen gedanken schwelge. ich versuche, das leben zu schätzen und meine träume wahr werden zu lassen. ich versuche, für das zu arbeiten, was ich von herzen möchte. aber was ist das eigentlich? wie soll ich ein ziel erreichen, wenn ich nicht einmal weiß, was dieses ziel ist? ich fühle mich verloren. ich fühle mich wie ein gänseblümchen auf einer wiese voller rosen. ich bin der fisch, der gegen den strom schwimmt und irgendwann anhält weil er den sinn verloren hat. ich treibe in einem ozean voller geplatzter träume, voller schmerz und leid und ich versuche unterzutauchen und mich an den meeresgrund zu retten. ich versuche, licht in das dunkel zu bringen, doch alles was ich verpüre ist der unglaubliche druck. ich sehe so viele träume im wasser treiben, aber keiner scheint greifbar zu sein. ich schwimme in alle richtungen gleichzeitig und bleibe dennoch auf der immer selben stelle. mein leben ist wie ein labyrinth, das stetig seine wege ändert. die markierungen verblassen von tag zu tag und es scheint, als habe ich meinen kompass verloren.

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