29 März 2014

ich wünschte ich könnte sterben. wenn ich nicht wissen würde, wie weh es tut, einen menschen für immer zu verlieren, zu hören, dass er tot ist und nie wieder kommen wird, vor dem grab zu stehen und nicht zu wissen, wie es jetzt weiter gehen soll, dann würde ich es tun. dann würde ich springen.
nachts einzuschlafen wird immer schwerer, egal wie groß die müdigkeit ist. morgens aufzustehen wird immer unerträglicher, egal welcher tag es ist. jede sekunde fühlt sich an wie ein weiterer stein, den ich mit mir herumtragen muss. wie eine schuld. denn das bin ich. schuldig. ich habe das gefühl, ich bin schuld an ihrem tod. und daran, dass es anderen leuten schlecht geht. dass alle aus meiner familie krank sind, egal welche art. ich bin schuld. das weiß ich. und das kann mir auch niemand mehr ausreden.
wie soll es weitergehen? wie soll ich weiterleben? wie soll ich mein abi schaffen? wie soll ich an meine zukunft denken, wenn die gegenwart nicht auszuhalten ist? ich weiß es nicht. und ich will es auch nicht wissen, denn alles was ich will ist sterben. ich will aufhören zu atmen, aufhören zu existieren.
es ist bald ein monat her, seit dem tod. und ich weine noch immer. tag und nacht denke ich an sie, denke an ihren tod. und seit gestern, an die beerdigung. ich will das nicht. ich will nichts mehr.
hol mich hier raus, ich kann das nicht mehr.

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