08 November 2014

immer mehr narben, immer mehr tränen, immer mehr das gefühl, nicht zuhause zu sein. 
ich steh dem rückfall näher als in den ganzen letzten jahren und täglich brechen die tränen aus mir heraus, ohne dass es überhaupt einen anlass dazu gibt. zumindest gibt es äußerlich keinen. aber immer mehr steigt das gefühl, garnicht wirklich zuhause zu sein. ich fühle mich hier weder gewollt noch irgendwie wohl und geborgen. ich fühl mich gefangen in meinem körper und geist und möchte weg hier, da hin, wo ich sorglos einschlafen und aufwachen kann, ohne dieses beklemmende gefühl, irgendwie in einem käfig zu stecken voller regeln und normen, die mir vorschreiben, wann ich zu essen, zu schlafen, aufzustehen und zur schule zu gehen habe. 
allein bei dem gedanken, hier nie raus zu können, laufen mir die tränen geräuschlos über die wangen und mein herz beginnt zu schreien und fürchterlich zu schmerzen. und es gibt niemanden, der mich versteht, alle lachen und denken, ich will einfach nur urlaub oder sonst irgendwas. aber das ist es nicht. ganz und garnicht. es gibt eine person die mich verstehen würde, die ich nun besser verstehen kann als je zuvor, aber diese person ist weg, ich habe sie verloren und das für immer. und nun sitze ich hier tag für tag, reibe mir meine bereits rot gewordenen und geschwollenen augen und versuche mich selber zu mehr kontrolle zu appellieren. aber dieser herzenswunsch, dahin zu gehen, wo ich endlich zuhause bin, der bleibt. immer öfter denke ich an all die menschen, die mir einst das gefühl von zuhause gegeben haben, egal an welchem ort wir uns befanden. einfach dadurch, dass sie da waren. und immer öfter weine ich, weil alles was mir von ihnen geblieben ist, bloß eine erinnerung darstellt. 
es ist ein großer unterscheid zwischen einsam und allein sein. 
leider kenn ich nichts anderes mehr als unendliche und zerreißende einsamkeit. an jedem einzelnen tag. in jeder einzelnen minute. in jedem einzelnen atemzug.

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