in momenten wie jetzt wünsche ich mir nichts mehr als den tod. ein schnitt, ein sprung, ein schritt vors auto oder ein atemzug weniger vor dem untertauchen. am liebsten sogar alles gleichzeitig, um zu spüren, wie ich sterbe. damit ich wenigstens einmal etwas fühle, worauf ich stolz bin. dann hätte ich wenigstens endlich mal etwas geschafft.
zu oft sitze ich in der menschenemenge und denke darüber nach, wie ich den entscheidenen schritt wage und mich für immer verabschiede. auf die ganzen fragen was mit mir los sei und den aussagen, dass ich mit ihnen reden solle, finde ich keine ausreden mehr. ich schüttle nur noch schwach den kopf und hoffe darauf, dass sie sich umdrehen und nicht weiter mit ihren blicken durchbohren. manchmal wünschte ich, ich könnte ihnen einfach sagen, was ich fühle, wie es in mir aussieht und was sich vor meinen augen abspielt. aber ich habe angst. angst, die leute zu verlieren, die bisher trotzdem noch zu mir gehalten haben. ich habe angst, dass die menschen sich noch mehr von mir abwenden. aber am meisten habe ich angst, zu hören, was ich selber über mich sage. ich habe angst vor mir selbst.
i don't want my mum to know that i never loved my life
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